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Hildegard Günther

Rüstige Jubilarin

100. Geburtstag in Annerod

  • vonConstantin Hoppe
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Fernwald (con). In Annerod feiert heute Hildegard Günther geb. Georg 100. Geburtstag. Die rüstige Jubilarin, die am 12. Mai 1921 in Voigtsdorf ( am Fuße des Riesengebirges) geboren wurde, kam 1937 nach Berlin und absolvierte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin - doch nach Kriegsausbruch konnte sie niemals in ihrem erlernten Beruf arbeiten. »Vom ersten bis zum letzten Tag des Krieges war ich in Berlin - ich habe genug Krieg gesehen«, erinnert sich die Jubilarin im Gespräch mit dieser Zeitung.

Nach Kriegsende kam sie nach Gießen, dort heiratete sie Otto Günther. 1947 kam Sohn Norbert zur Welt. Von 1948 bis 1981 arbeitete die Jubilarin im Speisesaal des Bundeswehrlazaretts in Gießen. 1980 zogen die Eheleute zu ihrem Sohn und der Schwiegertochter nach Annerod. Otto Günther starb 1991.

Auch im hohen Alter ist Hildegard Günther aktiv: Noch im vergangenen Jahr erledigte sie viel im Garten, fegte die Straße, kochte und kümmerte sich für den gesamten Haushalt um die Wäsche. Mittlerweile lebt die Jubilarin in einem Vier-Generationen-Haushalt: Neben Sohn und Schwiegertochter lebt auch die Enkelin mit ihrem Mann und zwei der vier Ur-Enkel und Familienhund Oskar im gleichen Haus. Außerdem ist sie seit vielen Jahren begeisterter Fußball-Fan: Ihr Herz schlägt ganz für den FC Bayern München - auch wenn ihr da so manche Veränderung gar nicht gefällt. Abseits vom Fußball liest sie gerne, löst Kreuzworträtsel und geht auch mit 100 Jahren noch jeden Tag spazieren.

Coronabedingt muss von der großen Feier zum 100. Geburtstag abgesehen werden - deshalb feiert sie heute im Kreis ihrer Familie. FOTO: CON

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