Landwirte können nun problemlos auch auf dem Weg zwischen Lang-Göns und Dornholzhausen ihre breiten Erntemaschinen einsetzen. FOTO: SRS
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Landwirte können nun problemlos auch auf dem Weg zwischen Lang-Göns und Dornholzhausen ihre breiten Erntemaschinen einsetzen. FOTO: SRS

Feldwege für halbe Million Euro ausgebaut

  • vonStefan Schaal
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Fünf alte Feldwege in Langgöns sind auf ungewöhnliche Weise saniert worden: Arbeiter brachen die Wege mit Maschinen auf, zerbröselten sie und nutzten sie als Unterlage für eine Erneuerung. Möglich wurde die Sanierung durch ein groß angelegtes Förderprogramm. Außerdem haben Jagdgenossenschaften seit Jahrzehnten für den Ausbau gespart.

Seit Jahrzehnten haben Langgönser Jagdgenossenschaften für dieses Projekt Geld gesammelt und gespart, nun wurden die ersten Ergebnisse am Mittwoch eingeweiht: In Langgöns sind fünf Feldwege erneuert worden - auf ungewöhnliche Weise.

Alte Wege aus den 50er und 60er Jahren in Lang-Göns, Oberkleen, Niederkleen, Cleeberg und Espa wurden mithilfe von Maschinen aufgebrochen, zerbröselt, der Schotter wurde dann als Unterlage für die neuen, wesentlich stabileren Wege genutzt, die nun auch 60 Tonnen Gewicht aushalten sollen .

Bürgermeister Marius Reusch, Stefanie Flecke vom Amt für Bodenmanagement und weitere Beteiligte haben die Wege am Mittwoch eingeweiht. Größere und schwerere Maschinen, technische Veränderungen in der Landwirtschaft und neue Bedürfnisse durch touristische Nutzung "machen eine Anpassung des ländlichen Wegenetzes erforderlich", sagte Flecke.

285 000 Euro aus Förderprogramm

Die Baumaßnahmen haben rund 460 000 Euro gekostet. Jagdgenossenschaften hatten dabei insgesamt 92 000 Euro auf die Beine gestellt. Möglich wurde das Bauprojekt indes vor allem durch ein Förderprogramm aus Geldern der Europäischen Union, des Bundes und des Landes, das Infrastrukturmaßnahmen unterstützt, die dem ländlichen Charakter in Gemeinden zugute kommen. Langgöns hatte sich erfolgreich bei dem Programm beworben und 285 000 Euro erhalten.

In Lang-Göns können am Mandlerweg in Richtung Dornholzhausen nun auch breitere Erntemaschinen problemlos auf dem Feldweg fahren. Fußgänger und Radfahrer müssen nicht mehr umständlich an den Rand ausweichen, wenn sie den nun 3,50 Meter breiten Weg nutzen.

Ausgebaut wurde außerdem der Hauptwirtschaftsweg in Oberkleen durch das idyllische Tal am Mennerkleebach. 106 Hektar Felder und Wiesen können nun mit modernen und schweren Maschinen bewirtschaftet werden.

Neben Landwirten sollen auch Spaziergänger und Wanderer profitieren. Der Hohlweg in Niederkleen Richtung Gemeindewald am Sanges zum Beispiel wird von Anwohnern für kleine Ausflüge und für Radtouren genutzt. Bauern nutzen den Weg außerdem, um die Ernte per Lkw direkt vom Feld abzutransportieren oder mit ihren Landmaschinen die Äcker und Wiesen zu erreichen.

Für Landwirte und Touristen

Ebenfalls wurde ein Wirtschafts- und Wanderweg erneuert, der durch das Naherholungsgebiet des Seegrunds zwischen Espa und Cleeberg verläuft und durch Wälder, ausgedehnten Wiese sowie an Weiden kleineren Äckern und Teichen am Kleebach entlang führt.

Der Weg gehört außerdem zum Radwegekonzept zwischen dem Gießener und dem Wetteraukreis, er dient darüber hinaus Landwirten zur Holzabfuhr und zum Erreichen der Fischteiche.

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