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Die Fastnachter und die politische Positionierung

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Ja, seit Mittwoch ist Schluss mit lustig - zumindest mit dem organisierten Frohsinn. Wobei die Kampagne einmal mehr gezeigt hat, dass Fastnacht politisch ist und sein darf - jenseits der Witzeleien über die Zukunft der mexikanischen Brauerei namens "Corona". Das dokumentiert sich nicht nur in zahlreichen Büttenreden und Motivwagen bei den Umzügen, die die kleine wie die große Politik von Bauernprotest bis US-Präsident Donald Trump kritisch-karikierend aufs Korn nahmen. Es zeigte sich auch im Umgang mit den Gewalttaten von Hanau und Volkmarsen.

Hätte man die Kampagne vorzeitig abbrechen sollen? Zum einen aus Respekt von den Opfern und zum anderen aus Gründen der Sicherheit. Oder war es richtig, weiterzufeiern und damit ebenfalls ein deutliches Zeichen zu setzen? Eine richtige Antwort darauf gibt es nicht.

Wohl aber klare Worte: "Unser Mitgefühl gilt den Verletzten von Volkmarsen. Aber wir müssen den Idioten Paroli bieten. Wir wollen zeigen, dass wir in der Lage sind, multikulturell und bunt zu feiern!", sagte der Krofdorfer Zugmarschall Karl-Heinz Schmidt.

Meine Anerkennung! so/FOTO: SO

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