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Kurz und schmerzlos: Der Schnelltest ist eine Sache von wenigen Minuten. SYMBOLFOTO: DPA

Fast schon alltägliches Prozedere

  • Gabriele Krämer
    vonGabriele Krämer
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Gießen (ik). Rund 40 500 Schnelltests sind bis zum Stichtag am 17. April in den Schnelltest-Centern genommen worden, die der DRK-Kreisverband Marburg-Gießen (15) und der Regionalverband Mittelhessen der Johanniter Unfallhilfe (JUH/6) im Auftrag des Landkreises Gießen betreiben. Seit Mitte März wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut; in jeder Gemeinde gibt es inzwischen mindestens eine solcher Einrichtungen.

Rund 310 Helfer im Einsatz

Im Idealfall dauert das kostenlose Prozedere in einem der mittlerweile 21 Schnelltest-Center im Gießener Land nicht mal fünf Minuten: Zum gebuchten Termin pünktlich melden, Personalien bestätigen, Maske runter, Kopf in den Nacken und den Abstrich via Teststäbchen in beiden Nasenlöchern über sich ergehen lassen - fertig. Hin und wieder ploppt das Testergebnis bereits auf dem Smartphone auf, noch bevor der Proband wieder daheim ist. Jedenfalls gibt es nach maximal 30 Minuten via SMS oder E-Mail Gewissheit, ob der Test möglicherweise positiv war und ein zweiter Abstrich für einen laborbasierten PCR-Test genommen werden muss.

Die aktuelle Erhebung weist für den Zeitraum bis zum vergangenen Samstag 35 000 Schnelltests beim DRK und 5500 bei der JUH aus. Das DRK registrierte 260 positive Ergebnisse. Bei der JUH waren es 69 - allerdings umfasst diese Angabe auch die 31 “falsch positiv„-Ergebnisse vom Samstag in den Teststationen Fernwald und Gießen-Nord (die GAZ berichtete).

“Stoßzeiten sind meist in den Frühschichten„, erläutert DRK-Pressesprecher Heiko Krause auf Anfrage. Die Annahme des Abendangebots sei ortsabhängig, Kapazitäten seien noch vorhanden. Besonders nachgefragt seien gegenwärtig die Zeiten vor Dienstbeginn (am Beispiel eines “9 to 5„-Arbeitnehmers), die Mittagszeit (Mittagspause) sowie die frühen Abendstunden (Feierabend), berichtet Miriam Feuerstein, Öffentlichkeitsbeauftragte der Johanniter. Die Nachfrage aus der Bevölkerung sei erfreulich hoch.

Die Teststellen seien gut frequentiert und das Angebot werde dynamisch weiter ausgebaut, auch im Blick auf Öffnungszeiten und -tage. “Wir sind in der Marktbeobachtung und werden flexibel auf neue Nachfragesituationen reagieren„, sagt die JUH-Sprecherin.

Beim DRK wird das Angebot aufgrund der gestiegenen Nachfrage bereits erweitert. “Jeder Bürgerin und jedem Bürger soll ein einfacher Zugang zum Schnelltestangebot ermöglicht werden„, erläutert DRK-Sprecher Krause. Aktuell sind für das DRK etwa 250 und für die JUH rund 60 Mitarbeiter im Einsatz, wobei sich die Arbeitskräfte aus Festangestellten sowie aus dem Ehrenamt zusammensetzen.

Schnelltest-Termine sind zu vereinbaren über www.test zentrum-drk.de und www.juh- testzentrum.de

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