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Führen ihren Familienbetrieb in der fünften Generation (v. l.): Uwe und Gaby mit Sohn Max Rohn.

Familienbetrieb in fünfter Generation

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Gießen (pd). Keine Frage: Kraft und Geschick sind in einem Dachdeckerbetrieb nach wie vor gefragt. Doch mittlerweile gibt es zahlreiche technische Hilfestellungen, wenn es darum geht, Balken in großer Höhe einzuziehen, ein Flachdach abzudichten oder eine Fassade zu dämmen. Wenn es jemanden gibt, der den Wandel im Dachdeckerhandwerk beurteilen kann, dann ist es die Familie Rohn. Die Firma feiert in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag, und zwar als Familienbetrieb von Anfang an. "Mein Urgroßvater ist damals mit dem Handwagen zur Baustelle gezogen", sagt Uwe Rohn.

Als Friedrich Krausmüller den Dachdeckerbetrieb 1929 in der Rittergasse gründete, waren Hammer, Nägel und Handsäge die wichtigsten Arbeitsutensilien. Das galt auch noch, als Karl Rohn, der Schwiegersohn des Gründers, den Betrieb 1949 übernommen hatte. Während der Dachdeckerbetrieb in den zurückliegenden neun Jahrzehnten stets in Familienhand geblieben ist, gab es eine Reihe von Umzügen - alle innerhalb des Stadtgebiets. Von der Rittergasse zog der Betrieb in den Riegelpfad, nächste Station war das ehemalige RKH-Gelände im Aulweg, ehe die Firma Rohn 1969 ihren heutigen Standort im Watzenborner Weg bezog.

Dort hat mittlerweile die vierte und fünfte Generation des Familienbetriebs das Sagen. Geschäftsführer Uwe Rohn (56) hat die Firma 1999 von seinem Vater Eberhard Rohn übernommen, Uwes Sohn Max ist Anfang des Jahres ebenfalls in die Geschäftsführung aufgestiegen. Der 27-Jährige wird die Firma auf Dauer übernehmen, wenn alles nach Plan läuft.

Vier Fahrzeuge und ein Kran

Einen Plan hat die Familie Rohn bisher immer gehabt, wenn es darum ging, den Dachdeckerbetrieb erfolgreich am Markt zu positionieren. Das gilt nicht nur für die Gegenwart, in der die Auftragsbücher der meisten Handwerksbetriebe voll sind. Die Firma Rohn, die Mitglied der Dachdeckerinnung Gießen ist, beschäftigt fünf Gesellen und einen Auszubildenden. Aus dem Handwagen der Anfangszeit sind vier Baufahrzeuge und ein Anhängerkran geworden, die rund um Gießen sowie über die Grenzen Gießens hinaus im Einsatz sind. Die Chefs Uwe und Max Rohn haben beide im Bundesbildungszentrum des Dachdeckerhandwerks in Mayen ihre Meisterprüfung absolviert. Komplettiert wird der Familienbetrieb von Uwes Ehefrau Gaby Rohn, die im Büro für Terminplanung, Kundenkontakte, Personal und kaufmännische Aufgaben verantwortlich ist. Die Tatsache, dass die meisten Mitarbeiter schon seit vielen Jahren dabei sind, ist ein Indiz für das gute Klima im Betrieb. "Wir legen Wert auf Weiterbildung", unterstreicht Uwe Rohn und berichtet, dass sich die Sicherheitsvorkehrungen im Dachdeckerhandwerk im Laufe der Jahre ständig verbessert haben. Auch das Leistungsportfolio ist gewachsen. Von Steil- und Flachdach über Fassadenarbeiten, Dachbegrünung sowie Reparatur und Wartung bietet die Firma zahlreiche Dienstleistungen rund ums Dach an. Einig ist sich Familie Rohn in ihrem Anspruch: "Unser Ziel ist qualitativ gute Arbeit. Wir wollen, dass die Kunden zufrieden sind."

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