Facharztbesuch ohne Vorab-Termin

  • schließen

Berlin (pm). Auf die Schwierigkeiten von Patienten, zeitnahe Facharzttermine zu erhalten, hat die Unabhängige Patientenberatung Deutschland bereits in ihrem aktuellen "Monitor Patientenberatung" hingewiesen. Viele Ratsuchende berichteten von langen Wartezeiten trotz akuter Beschwerden. Neue Regelungen im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sollen diesem Problem nun Abhilfe schaffen.

Seit dem 1. September 2019 müssen Fachärzte für mindestens fünf Stunden pro Woche eine offene Sprechstunde ohne vorherige Terminvereinbarung anbieten. Per Website, Aushang oder Anrufbeantworter informieren beispielsweise Neurologen, Orthopäden und Augenärzte zukünftig über diese Termine. Für Patienten mit dringenden Beschwerden wird es somit leichter, zeitnah eine geeignete fachärztliche Betreuung zu finden. Eine Überweisung benötigen sie in diesem Fall nicht, lediglich ausreichend Wartezeit sollte eingeplant werden.

Um die ärztliche Versorgung darüber hinaus zu verbessern, haben seit dem 1. September auch Hausärzte die Option, für ihre Patienten Facharzttermine zu vereinbaren. Bei einer Terminvermittlung in dringend notwendigen Fällen innerhalb von vier Kalendertagen erhalten sie dafür eine Extra-Vergütung. Die Hausarztpraxis nimmt hierzu Kontakt zu einem geeigneten Facharzt auf und vereinbart den Termin.

Die UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie hilft Ratsuchenden, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragen selbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage zu treffen. Kostenlose telefonische Beratung unter Rufnummer 0800 011 77 22 montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr, samstags von 8 bis 18 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare