"Extremismus entgegentreten"

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Gießen (pm). In Deutschland leben rund 27 000 Rechtsextremisten, etwa 30 000 Linksextremisten und 30 000 radikale Islamisten, die in ganz Europa gewaltbereit und sehr gut organisiert seien. Das sagte der konservative CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgern Irmer (aus Wetzlar vor Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft christlich demokratischer Lehrer (ACDL) Gießen, die deine bildungspolitische Veranstaltung zu "Extremismus in Deutschland" organisiert hatte.

Mit Irmer, Mitglied des Innenausschusses der CDU-Bundestagsfraktion, wurde die aktuelle Bedrohungssituation durch den Rechts- und Linksextremismus sowie dem radikalen politischen Islam und deren zukünftigen Herausforderungen diskutiert. Linksextremisten in Deutschland und Europa seien am besten vernetzt, so Irmer, was sich besonders 2017 beim G20-Gipfel an den "Chaostagen" von Hamburg gezeigt habe. Auch bei rechtsextremen Anschlägen und islamistischen Terrorakten in Deutschland seien diese guten Vernetzungen bis in die Gesellschaft hinein zu beobachten. Irmer betonte, dass man den Sicherheitsbehörden bessere und mehr Instrumente wie etwa eine erweiterte Vorratsdatenspeicherung im Rahmen des Grundgesetzes an die Hand geben müsse, um den Gefahren durch den Extremismus angemessen entgegentreten zu können. Schritte seien gemacht, weitere müssten folgen, um auch den IS-Heimkehrern angemessen zu begegnen. Um besonders dem radikalen politischen Islam entgegenzutreten, müsste man stärker mit den liberalen und säkularen deutschen Muslimen zusammenarbeiten und ihnen helfen, einen eigenen Moscheenverband zu gründen.

Dem Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion an, in deren Verlauf sich die Zuhörer immer wieder mit dem Problem des politischen Islam beschäftigten.

Der ACDL Vorstand des Kreisverbandes Gießen ist vernetzt über seine Mitglieder, Lehrer, Lehrende und Schulleiter, Schüler, Studierende und Eltern sowie bildungspolitische Vertreter aus Stadt- und Kreispolitik.

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