+
Das RP hat mehrere Gaskocher beanstandet.

Explosionen von Kartuschen vermeiden

  • schließen

Gießen (pm). Urlaubszeit ist Campingzeit. Dazu gehören auch das Grillen und Kochen in freier Natur. Immer wieder kommt es dabei zu Unfällen. Wer Gaskofferkocher verwendet, sollte einiges beachten, warnt Michael Axmann vom Regierungspräsidium.

Die handlichen Geräte verfügen über eine Gaskartusche, die von übergroßen Pfannen oder Töpfen überragt werden kann. "Bleibt das Geschirr nach dem Kochen auf dem Brenner stehen, kann es im schlimmsten Falle zu Explosionen der Kartusche kommen", sagt Axmann, der im Dezernat für Arbeits- und Technischen Verbraucherschutz tätig ist.

Beim Kochen wird die Kartusche durch das ausströmende Gas gekühlt. "Dieser Effekt bleibt nach Abschalten der Gaszufuhr aus." Durch die abstrahlende Wärme könne die Kartusche sehr schnell so heiß werden, dass Explosionsgefahr bestehen kann.

In den Niederlanden kam es auf diese Weise nach mehreren Unfällen mit Gaskochern zu einer "Schutzklausel-Meldung" an die EU-Kommission und zu Maßnahmen der Behörden. Auch das Regierungspräsidium Gießen hat in den vergangenen Jahren mehrfach Gaskocher beanstandet und veranlasst, dass diese aus dem Handel genommen wurden.

Nutzer der Gaskocher sollten die Bedienungsanleitung aufmerksam lesen. Keinesfalls sollte Geschirr verwendet werden, das größer als die Kochfläche ist. "Und nehmen Sie nach Abschalten der Gaszufuhr das Geschirr vom Brenner, damit eine Wärmeabstrahlung durch das Kochgut verhindert wird." (Foto: dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare