Exkursion von BUND und ADFC

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Gießen/Langgöns (pm). Der BUND-Kreisverband Gießen hatte kürzlich zusammen mit dem ADFC Gießen zu einer Radtour im Süden von Gießen eingeladen. Mit 15 Teilnehmern und den beiden Tourleiterinnen Bettina Speiser und Andrea Malkmus ging es vom Oswaldsgarten zunächst zum Limesturm auf dem Obersteinberg und von dort zum Hof Niederfeld in Lang-Göns, der von Familie Müller bewirtschaftet wird.

Jörg Müller stellte zunächst den Betrieb vor und erläuterte anschließend an Blüh- und Anbauflächen in der Feldflur die zahlreichen Maßnahmen des konventionell wirtschaftenden Ackerbaubetriebs. Diese werden im Rahmen des Feldflurprojekts des Landes Hessen koordiniert und gefördert. Dazu gehören unter anderem die Anlage von Blühflächen in der Feldflur und Blühstreifen an Straßen und Wegen, das Stehenlassen von Brachevegetation und späterer Umbruch von Ackerflächen im Herbst. Davon profitieren viele heute sehr selten gewordene Tiere der Feldflur wie der Feldhamster, der Feldhase, das Rebhuhn und weitere Vogelarten des Offenlandes.

Auch die Auswahl an Anbaufrüchten auf dem Hof trägt dem Naturschutzgedanken Rechnung, indem alte Getreidearten wie Dinkel, Emmer und Einkorn in die Fruchtfolgen des Betriebs integriert werden. So wird die Strukturvielfalt im Offenland vergrößert. Der Betrieb vermarktet die alten Getreidearten regional in Kooperation mit ortsansässigen Abnehmern.

Die Gruppe konnte auch einen Blick in die neu eingerichtete Nachzuchtstation für den bedrohten Feldhamster werfen, die die AG Feldhamsterschutz der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) im ehemaligen Schweinestall des Hofs Niederfeld betreibt.

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