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Kreistag Gießen

Ex-OB Haumann zieht sich aus der Politik zurück

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Gießen (so). Die Kreistagssitzung am Montag in Reiskirchen war für Heinz-Peter Haumann die letzte als aktiver Politiker. Ende des Monats legt der Christdemokrat sein Mandat nieder - nach 40 Jahren ehrenamtlicher und hauptberuflicher Kommunalpolitik. Von 2003 bis 2009 war der Jurist Gießener Oberbürgermeister. Zuvor hatte er lange Jahre die Geschäftsstelle der CDU in Gießen geleitet. Dem Kreistag hat Haumann ununterbrochen seit April 1993 angehört; war von April 1994 bis 2006 Fraktionsvorsitzender. Von 1979 bis 1990 gehörte Haumann der Stadtverordnetenversammlung in Wetzlar an; 2001 bis 2003 war er Stadtverordneter in Gießen.

Man dürfe nicht immer nur davon reden, den Jüngeren Platz zu machen - er tue es jetzt einfach, erklärt er seine Motiv, sich mit 60 Jahren aus der aktiven Politik zurückzuziehen. Er stehe gerne weiter mit Rat zur Verfügung, wenn man ihn frage. Mit der Fraktion hatte er seinen Schritt schon vor ein paar Monaten abgestimmt.

Nachrücker ist Florian Vornlocher aus Hungen, der so die Chance bekommt, in die Kreistagsarbeit reinzuschnuppern und sich gegebenenfalls für die kommende Liste der CDU zu empfehlen. 2021 wird ein neuer Kreistag gewählt; in gut einem Jahr gehen die Parteien daran, ihre Bewerberlisten aufzustellen.

Der Name Haumann ist vor allem mit der Stadt Gießen verbunden: Das Rathaus, die Kinos, die gesamte Umgestaltung am Berliner Platz würde es so ohne ihn wohl nicht geben, blickt er gestern kurz zurück. Die Wiederwahl 2009 verlor er seinerzeit deutlich mit 44,5 Prozent - ihm fehlten rund 3000 Stimmen auf Herausforderin Dietlind Grabe-Bolz.

"Machen Sie’s kurz mit dem ›Nachruf‹, noch bin ich nicht weg", bat Haumann gestern. Und kündigte an, sich in Zukunft verstärkt anderen ehrenamtlichen Feldern widmen zu wollen, so beispielsweise in dem von ihm mitbegründeten Lions-Club Wilhelm-Conrad-Röntgen Gießen. (Foto: Geck)

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