Stadtparlament Grünberg

120 000 Euro Nachschlag für Wasserspiele

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Grünberg(dis). Unter Corona-Auflagen tagten Grünbergs Stadtverordnete am Donnerstag in der Gallushalle. Für Diskussionen sorgte vor allem der Nachtragshaushalt, und hier wiederum das Projekt "Wasserspielplatz" im Brunnental (die GAZ berichtete).

Bei einer zweiten Ausschreibung waren vier Angebote eingegangen, das günstigste lag bei 370 000 Euro - eingeplant waren nur 200 000 Euro. Bei Verzicht auf die neue Kneipp-Anlage, so Rathauschef Frank Ide, wären für den Wasserspielplatz zusätzliche Mittel in Höhe von nur 120 000 Euro erforderlich.

Drei Alternativen gibt es also: Bereitstellung zusätzlicher 170 000 Euro im Nachtrag, Neuausschreibung, Abspecken durch Verzicht auf die neue Kneipp-Anlage. Um keine Fördermittel zu gefährden, müsste der Spielplatz bis April/Mai 2021 fertig sein.

Claudia Wolf (SPD) sprach sich für den Bau der Kneipp-Anlage als Teil des geplanten Ensembles aus. Die anderen Fraktionen waren eher für eine Kostenreduzierung, auch angesichts der Corona-Krise.

Nach einer Sitzungsunterbrechung legte die CDU-Fraktion einen Antrag vor, der auf Neuausschreibung mit zwei Losen abzielte, mit und ohne Kneippanlage. Bei gleicher Stimmenanzahl von 14 Ja- und Neinstimmen und vier Enthaltungen aber fand dieser keine Mehrheit. Der Grünen-Antrag auf Neuausschreibung ohne Kneippbecken wurde sodann mit 26 Ja-, sechs Neinstimmen und vier Enthaltungen beschlossen.

Gleichzeitig wurde die Einstellung erwarteter Mehrkosten in Höhe von 120 000 Euro mit 28 Ja- und vier Neinstimmen angenommen.

Für den Nachtragshaushalt in Gänze gab Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Erdmann einstimmige Annahme zu Protokoll. Wie berichtet, weist der Plan einen Überschuss von 163 000 Euro aus. Zupass kommt den Grünbergern vor allem der von Bund und Land gewährte Ausgleich der Gewerbesteuerverluste.

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