Pohlheimer Feuerwehrleute bei einer Übung. Sie sollen in Zukunft jährlich eine Anerkennungsprämie erhalten. 	 ARCHIVFOTO: CON
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Pohlheimer Feuerwehrleute bei einer Übung. Sie sollen in Zukunft jährlich eine Anerkennungsprämie erhalten. ARCHIVFOTO: CON

100 Euro Anerkennungsprämie

  • vonPatrick Dehnhardt
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Hessenweit haben sie bereits einige Kommunen eingeführt, in Langgöns wird derzeit darüber diskutiert, nun wird sie auch in Pohlheim Thema: eine Anerkennungsprämie für Feuerwehrleute.

In Langgöns steht sie bereits auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung, nun ist sie auch in Pohlheim Thema: eine Anerkennungsprämie für Feuerwehrleute. 100 Euro soll jedes Mitglied der Einsatzabteilung erhalten, welches die Kriterien dafür erfüllt. Bürgermeister Udo Schöffmann spricht von einer Vorlage, die »mir besonders am Herzen liegt«.

Führungskräfte wie Wehrführer oder Jugendwart erhalten bereits jetzt eine Aufwandsentschädigung für ihre Mehrarbeit. Für Freiwillige Feuerwehrleute gibt es die Anerkennungsprämie des Landes Hessen nach 10, 20, 30 und 40 Jahren Dienstzeit.

Schöffmann will nun eine jährliche Prämie einführen. Diese soll eine Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit sein und gleichzeitig motivieren, die Übungen regelmäßig zu besuchen.

Wachsende Anforderungen

»Der technische Fortschritt und die Vielfältigkeit der Einsatzanforderungen machen ein hohes Maß an Ausbildung und einen qualitativ hochwertigen Ausbildungsstandard notwendig«, sagt der Bürgermeister. Dieser lässt sich nur durch regelmäßiges Üben erhalten.

Die Pohlheimer Feuerwehrleute kämen jährlich auf 60 bis 80 Übungsdienststunden. »Dies ist eine zwingend notwendige Beteiligungsquote, um den wachsenden Anforderungen auch zukünftig gerecht zu werden.«

Gerechnet wird mit Kosten von 15 000 Euro pro Jahr. Einsatzkräfte, die an mindestens 75 Prozent der vom Wehrführer für den jeweiligen Schutzbereich angesetzten Übungs- und Unterrichtsdiensten teilnehmen, sollen die 100 Euro jährliche Anerkennungsprämie erhalten.

Die Wehrführer dokumentieren bereits jetzt über die Feuerwehrsoftware den Übungsbesuch, sodass durch diese Erfassung kein Mehraufwand entsteht. Die Limesstadt hat zudem nicht nur aus Brandschutzgründen ein Interesse an einer hohen Übungsbeteiligung: Eine schlechte Beteiligungsstatistik kann zur Ablehnung von Förderanträgen an das Land Hessen führen, erklärt Bürgermeister Schöffmann.

Im Magistrat stieß die Vorlage auf positive Resonanz, nun müssen die Stadtverordneten über die Einführung einer Anerkennungsprämie entscheiden. Spannend dürfte in diesem Zusammenhang die Haltung der Pohlheimer Sozialdemokraten werden, ob sie der Vorlage des scheidenden CDU-Bürgermeisters folgt oder die Idee ablehnt. Auf der anderen Seite des Limes in Langgöns hatten die dortige SPD-Fraktion den Antrag auf solch eine Anerkennungsprämie in die Gemeindevertretung eingebracht.

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