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Wer den Schnelltest macht, der fühlt sich sicherer.

Es wird weiter umsonst getestet

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Gießen (so). Testen, testen, testen. Das ist ein zentrales Ele ment, um einen Überblick über die Ausbreitung von Corona zu bekommen. Und das soll im Kreis Gießen auf absehbare Zeit auch weiter so bleiben, um mehr Sicherheit zu haben. 18 Testcenter des Deutschen Roten Kreuz (DRK) gibt es, weitere acht der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und 22 weitere in Arztpraxen, Apotheken, Drogerien etc.

Für Landrätin Anita Schneider ist klar: »Wir wollen das Test-Angebot an die Menschen weiter aufrechterhalten«. Angesichts sinkender Infektionszahlen warnt sie gemeinsam mit den Fachleuten von DRK, JUH und dem Kreisgesundheitsamt vor einer »trügerischen Sicherheit«.

Nachfrage sinkt

In den vergangenen anderthalb bis zwei Wochen sind die Tests der Bürger um rund ein Drittel zurückgegangen. Diese Zahl nennt Dr. Christian Betz vom DRK. Seine Organisation hat allein in den vergangenen drei Monaten im Kreis knapp 200 000 Tests vorgenommen. Die Johanniter kommen ebenfalls bald an die 50 000. Über die Gründe für den Rückgang kann nur gemutmaßt werden: Das Gefühl von mehr Sicherheit angesichts sinkender Inzidenzwerte? Verunsicherung angesichts der Unregelmäßigkeiten in einem privat betriebenen Gießener Testzentrum? Die zunehmende Zahl der Geimpften?

Der Landkreis Gießen sei einer von wenigen in Hessen, wo Testcenter in diesem Ausmaß für die Menschen kostenlos angeboten werden, lobt JUH-Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum. Und: Sollte dort ein Schnelltest positiv sein, dann wird den Betroffenen umgehend ein (genauerer) PCR-Test im Testcenter angeboten. Die Bürger müssen sich im Falle des Falles nicht selbst um das weitere Procedere kümmern. Wichtig ist allen Beteiligten ein niedrigschwelliges Angebot. »Es ist wichtig, dass sich die Bürger auf die Testzentren und deren Angebot verlassen können«, sagt die Landrätin. Dies mit Blick auf die eine aktuell geschlossene Testeinrichtung in Gießen an der Kongresshalle, in der es Verfehlungen gab von nicht ausreichend geschultem Personal, falsch gelagerten Proben etc. Schneider sagt, ihr sei es wichtig, dass die Bürger Vertrauen in die Zentren von DRK und JUH haben: »Das Testen leistet einen wesentlichen Beitrag, wenn es um das Unterbrechen von Infektionsketten geht«. Deshalb würden alle Einrichtungen nach der Zulassung auch regelmäßig im Betrieb kontrolliert. Der Kreis stellt nach eigenem Bekunden sicher, dass bei dem für die Menschen kostenfreien Angebot nur qualitativ hochwertige Tests zum Einsatz kommen. Die Kosten liegen bei etwas mehr als fünf Euro je Test und werden mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet.

Anmeldungen für Corona-Tests im Internet unter www.testzentrum-drk.de und www.juh-testzentrum.de .

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