"Ertragslage ist katastrophal"

  • vonConstantin Hoppe
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Hüttenberg(con). Wie ist es um die Finanzen der Gemeinde Hüttenberg bestellt? Dazu gab es jetzt einen Bericht von Bürgermeister Christof Heller über den Stand des Haushaltsvollzugs zum 30. Juni. Die Auswirkungen der Coronakrise sind deutlich: "Die Ertragslage kann als katastrophal bezeichnet werden und betrifft nahezu alle Produkte der Gemeinde Hüttenberg." Zum Stichtag 30. Juni 2020 beträgt das Defizit im ordentlichen Ergebnis minus 670 448 Euro. Gegenüber dem geplanten ordentlichen Ergebnis von 46 800 Euro bedeutet dies eine Verschlechterung von 717 248 Euro.

Alleine die Einnahmen durch die Gewerbesteuer sind stark eingebrochen: Zum 30. Juni lagen diese um rund 500 000 Euro hinter den erwarteten Zahlen. Die Einkommenssteuer verzeichnete zum zweiten Quartal ein Minus von 332 679 Euro gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommen wegfallende Einnahmen durch Kita-Gebühren, Sportstätten und Bürgerhäuser in den vergangenen Monaten, während die Aufwendungen nahezu identisch blieben.

Allerdings macht ein weiterer Umstand zugleich deutlich, wie wenig Aussagekraft der Bericht im Bereich der Gewerbesteuer hat: Durch die gute Wirtschaftslage in den beiden Vorjahren hat sich der Wert deutlich verbessert. Gleichzeitig muss in den kommenden Jahren mit deutlich geringeren Erträgen gerechnet werden.

Wie die Entwicklung der Zuweisungen aus der Einkommensteuer und dem kommunalen Finanzausgleich aussehen wird, ist noch unklar. Auch wie hoch das Haushaltsdefizit ausfallen wird, lässt sich nicht prognostizieren.

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