Gruppenfoto mit Abstand: Die neuen Tischlergesellen der Innung Gießen. FOTO: SEL
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Gruppenfoto mit Abstand: Die neuen Tischlergesellen der Innung Gießen. FOTO: SEL

Erster Schritt auf der Karriereleiter

  • vonFranz Ewert
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Gießen(sel). In diesem Jahr ist bekanntlich alles etwas anders: Stichwort Corona. Auch bei der Überreichungsfeier der 19 Gesellenbriefe der Tischlerinnung Gießen an den beruflichen Nachwuchs war das so. Viele Jahre fand diese Freisprechungsfeier gemeinsam mit der "verwandten" Landesinnung Hessen Parkett- und Fußbodentechnik in der Theodor-Litt-Schule, der beruflichen Schule beider Gewerke, in Gießen statt.

In diesem Corona-Jahr waren die Tischler alleine. Aber nicht alleine gelassen. Denn in ihren Ansprachen brachten Innungsobermeister Andreas Römer, Kreishandwerksmeister Kay-Achim Becker, Dr. Martin Pott (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden) und Björn Hendrischke (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gießen) ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass sich junge Menschen für einen Handwerksberuf entschieden haben. Im Falle der 16 Tischler und drei Tischlerinnen haben diese mit dem Gesellenbrief einen ersten wichtigen Schritt auf einem hoffentlich erfolgreichen Berufsweg getan.

Der Gesellenbrief ist die grundlegende erste Sprosse auf der Karriereleiter im Handwerk. Diese nun weiter zu erklimmen, habe jeder die Chance, erklärten die Redner. Der Erwerb des Meisterbriefes sei etwa ein lohnendes Ziel, zumal es mittlerweile auch deutlich verbesserte Möglichkeiten zur finanziellen Förderung dieser für das Handwerk insgesamt so wichtigen Weiterbildung gibt. Die Meisterqualifikation öffne Türen und schaffe die Voraussetzung, es auch im Tischlerhandwerk weit zu bringen, was natürlich nicht zuletzt auch die finanziellen (Aufstiegs-)Möglichkeiten einschließe. Der Beruf sei wichtiger Teil des Lebens, schaffe Sicherheit für die Zukunft und auch Zufriedenheit im Hier und Heute.

Die innungsbeste Gesellenprüfung lieferte Timon Leonhard Fabel (Atzbach) ab, der bei der Firma Adam Innenausbau in Rodheim-Bieber ausgebildet wurde.

Die Tischlergesellen des Prüfungsjahrganges 2020:Moritz Heisiph (Steinbach, Ausbildungsbestrieb Matthias Becker, Gemünden), Timon Leonhard Fabel (Atzbach) und Felix Eichhorn (Burkersdorf, beider AB Adam Innenausbau Georg Frank, Biebertal), Leon Hofmann (Freienseen) und Daniel Weck (Schotten, beider AB Ingo Hofmann, Freienseen), Frederik Katz (Vetzberg, AB Tobias Herbert, Steinbach), Nils Dominik Kraft (Londorf, AB Heinz Kraft, Florstadt), Tristan Krieb (Allertshausen, AB Mark Weirich, Odenhausen/Lumda), Elisa Kuhl (Lollar-Röderheide, AB Björn Wilker, Lollar), Ines Meitner (Ober-Hörgern, AB Ralf Schenk, Gießen), Marlene Schadeck (Gießen, AB Haack, Laubach), Kevin Schimmel (Großen-Linden, AB Zeiß, Leihgestern), Marvin Schmidt (Krofdorf-Gleiberg, AB Bernhard Ruhland, Kirchvers), Thorsten Stopfkuchen (Alten-Buseck) und Emilio Tschauner (Wißmar, beider AB Michael Kaminski, Gießen), Sebastian Windberger (Lich, AB Gerhard Windberger, Lich), Finn Grützner (Gießen, AB PP Solutions, Großen-Buseck), Jan Philipp Klös (Gießen, AB Oliver Gorr, Grünberg) und Thore Summa (Freienseen, AB Ralf Haus, Gießen).

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