Ein Grund zur Freude: Der Erlös der Licher Sommerlotterie geht an Vereine, Initativen oder Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit - und zwar sowohl in der Kernstadt Lich als auch in den Ortsteilen. FOTOS: WWW.MEIKEDIETZ.DE
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Ein Grund zur Freude: Der Erlös der Licher Sommerlotterie geht an Vereine, Initativen oder Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit - und zwar sowohl in der Kernstadt Lich als auch in den Ortsteilen. FOTOS: WWW.MEIKEDIETZ.DE

Erste (Spät-)Sommerlotterie für Lich

  • vonLena Karber
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Den lokalen Handel unterstützen und gleichzeitig Geld für örtliche Kinder- und Jugendprojekte sammeln - das ist die Grundidee der ersten Licher Sommerlotterie, die morgen startet. Bis Ende Oktober sollen im Rahmen der Aktion 1500 Lose verkauft werden. Zu gewinnen gibt es über 150 Preise im Gesamtwert von über 6000 Euro

In der Zeit des Lockdowns war Meike Dietz mit ihrer Kamera in der ausgestorbenen Licher Innenstadt unterwegs. Im Rahmen ihrer Aktion #offenetür fotografierte sie honorarfrei Einzelhändler, um diesen die Chance zu geben zu zeigen, dass sie noch da sind. Nur um eine Spende bat sie - und zwar an die Grashüpfer- Stiftung, die Geld für Kinder- und Jugendprojekte sammelt.

"Der Grundgedanke der Stiftung ist, dass die Spenden wieder in den eigenen Ort zurückkommen", erzählt Dietz und schwärmt von der Solidarität, die im Rahmen des Projekts entstanden sei: "Es ist einfach toll, wenn man am Schluss das Ergebnis sieht."

Nun steht in Lich eine weitere Aktion an, die den Menschen in der Stadt und ihren Ortsteilen zugutekommen soll: die Licher (Spät-)Sommerlotterie. Bis zum 31. Oktober werden hierbei 1500 Lose zum Stückpreis von drei Euro verkauft, die die Chance auf zahlreiche Gewinne bieten.

"Das ist ein ganz bunter Blumenstrauß an Gewinnen, die bereits hier im Topf liegen mit einer Wertigkeit von bis zu 1000 Euro in der Spitze", verrät Christian Kramer, der als Geschäftsführer des Licher Wochenblattes die Leitung der Arbeitsgruppe übernommen hat. Das Licher Wochenblatt unterstützt die Aktion als Kooperations- und Medienpartner und wird auch in den kommenden Wochen ausführlich darüber berichten.

Der Erlös der Aktion, die von der Grashüpfer-Stiftung initiiert wurde, soll Kinder- und Jugendprojekten in der Kernstadt Lich sowie in allen Ortsteilen zugutekommen - und zwar zu hundert Prozent. "Die Grashüpfer-Stiftung ist federführend, damit wird die Gewinnziehung und die Ausschüttung der Gelder notariell geprüft", versichert Kramer. Allein durch den Verkauf der Lose sollen 4500 Euro zusammenkommen, zusätzliche Spenden noch nicht eingerechnet. Das Geld, das am Ende zusammenkommt, soll aufgeteilt werden, erklärt Kramer. "Wir wollen mindestens sechs Vereine oder Initiativen berücksichtigen."

Neben Kramer und Dietz sind auch Jana Faust, Geschäftsführerin vom Sanitätshaus BewegLich und Therapiezentrum Lich, sowie Dr. Annette Gümbel, Abteilungsleiterin Basketball beim TV Lich, Teil der Arbeitsgruppe, die bereits über 150 Gewinne zusammengetragen hat. Gespendet werden diese von Gewerbetreibenden, die neben Sachspenden auch Gutscheine zur Verfügung stellen.

So soll die Lotterie gleich in zweifacher Hinsicht für lokale Unterstützung sorgen: einmal für die Kinder- und Jugendarbeit und einmal für die Licher Geschäftswelt. "Es geht darum, die Geschäfte vor Ort ein Stück weit zu stärken und ins Bewusstsein zurückzuholen", erklärt Dietz.

Gümbel bezeichnet die Lotterie daher als "tolle Aktion für die Licher Geschäftswelt, um nach der Corona-Krise wieder aktiv zu werden." Dieser doppelte Gewinn hat auch Faust von der Aktion überzeugt, "Ich habe während Corona selbst gemerkt, wie wichtig es ist, dass man in einer Kleinstadt zusammenhält und gemeinsam anpackt", erzählt sie. "Daher ist es mir enorm wichtig, auch etwas zurückzugeben."

Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie erscheint die Sommerlotterie den Organisatoren aus einem weiteren Grund wichtig. "Ich glaube, gerade dadurch, dass wir alle so eingeschränkt sind und die Nachrichten so dröge sind, weil draußen wenig Schönes passiert, ist es wichtig, so etwas zu machen", sagt Kramer. "Die Idee ist, auch mal wieder etwas Schönes zu erzählen."

Christian Kinner, Vorsitzender der Grashüpfer-Stiftung, hat die Sommerlotterie bereits vor drei Jahren in Nidderau ins Leben gerufen - mit Erfolg, in diesem Jahr findet sie dort abermals statt, zusätzlich in Erlensee und in Lich. Auch in Lich soll die Sommerlotterie etabliert werden, sagt Kramer. Im nächsten Jahr, das kündigt er schon jetzt an, sollen dann neue Vereine ausgewählt werden, denen das Geld am Ende zugute kommt: "Wir wollen jedes Jahr andere Vereine auf der Liste haben, damit wir eine große Vielfalt abdecken."

Welche Vereine, Initiativen oder Projekte sich in diesem Jahr über den Erlös der Lose freuen dürfen, verrät Kramer noch nicht. Die Übergabe soll Ende November stattfinden.

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