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Zahlreiche Einheiten des Technischen Hilfswerks sind im Katastrophengebiet im Einsatz.

Erste Helfer kehren von Unwettereinsatz zurück

  • VonPatrick Dehnhardt
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Gießen/Stolberg (pad). Auf dem Dach liegende Autos, zerstörte Häuser, Schlamm und Wasser überall: Es sind erschütternde Bilder und Nachrichten, die seit Tagen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eintreffen. Ein Unwetter hatte dort ab Mittwochabend für schwere Überflutungen gesorgt, mindestens 165 Menschen kamen in der Folge ums Leben.

Um die Rettungsarbeiten im Katastrophengebiet zu unterstützen, rückte auch Hilfe aus dem Landkreis Gießen an: Bereits am vergangenen Donnerstagnachmittag machte sich der Katastrophenschutzzug der Feuerwehr auf den Weg, bestehend aus 32 Feuerwehrleute aus Buseck, Grünberg, Reiskirchen und Staufenberg.

Zahlreiche Keller ausgepumpt

Die Feuerwehrleute waren in der Region Aachen/Stolberg im Einsatz. Dort übernahmen sie überwiegend die Aufgabe, Keller und ganze Gebäude in den stark von Zerstörungen betroffenen Ortschaften leer zu pumpen. Am Sonntag kehrten die Feuerwehrleute zurück. Am Riversplatz begrüßten der Erste Beigeordnete Christopher Lipp und Hans-Joachim Haaf, Fachdienst Gefahrenabwehr, die Helfer und dankten für deren Einsatz.

Auch der Kreisverband Marburg-Gießen des Deutschen Roten Kreuzes ist im Katastrophengebiet aktiv. Am Samstag rückten zwei Schnelleinsatzgruppen in die Eifel aus. Die 26 Einsatzkräfte trafen sich zunächst mit weiteren DRK-Einheiten in Limburg, bevor es weiter zum Nürburgring ging. Von dort aus werden die Einsätze der Rettungskräfte koordiniert.

Bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten helfen auch mehrere Einheiten des Technischen Hilfswerks (THW) Gießen mit 25 Einsatzkräften. Bereits zurück ist die Fachgruppe »Bergung« des THW. Dabei handelt es sich um Spezialisten, die in der »Chaosphase« der ersten Tage für Ordnung sorgten. Weiterhin vor Ort ist die Fachgruppe »Führung und Kommunikation«.

Besonders viel Arbeit wartet auf die Fachgruppe »Infrastruktur«. Diese kümmert sich unter anderem darum, die Orte wieder an die Trinkwasserversorgung und das Stromnetz anzuschließen. »Das wird noch ein längerer Einsatz«, sagt Ralph Jossa, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW.

Vielerorts sind die Versorgungsleitungen stark beschädigt oder zerstört worden. Die ersten Einsatzkräfte wurden mittlerweile abgelöst, um ihnen eine Erholungspause zu verschaffen.

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