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Erstaunliche Vielfalt - mit Niveau

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Grünberg (tb). Bereits zum zweiten Mal hat Corona die Hoffnungen der Grünberger und ihrer Gäste zunichte gemacht: Der Gallusmarkt fällt aufs Neue aus, zu hoch das Risiko - also keine Tage frohen Feierns in den Lokalen, kein proppenvolles Zelt, das vor Begeisterung über die Wurzelbürger-Bürsterei bebt ...

An einem Programmpunkt aber halten Stadt und Gallusmarktkommission doch fest: Die Oberhessische Kunstausstellung, übrigens die bereits 50. Auflage, findet statt. Und das sogar als Präsenzveranstaltung und wie gewohnt im Barfüßerkloster.

Allerdings und als Vorsichtsmaßnahme in kleinerem Rahmen, wie Johanna Buckle, Grünbergs Marktmeisterin, im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte. Waren es bisher meist über 100 Arbeiten, so sind es diesmal nur 63. Der Ausstellungsraum ist daher nicht mehr so vollgepfropft wie bisher. Als solcher dienen diesmal einzig die ehemalige Küche und der Speisesaal des Barfüßerklosters. Da bisher aber selten mehr als 25 Kunstinteressierte gleichzeitig die Ausstellung besuchten, dürfte das kein Problem sein.

Um trotz der Beschränkungen die Vielfalt des Schaffens von (Hobby-)Künstlern der Region abzubilden, durften sie jeweils nur ein größeres Werk dem Urteil des Betrachters anheim stellen. Am morgigen Samstag besteht dazu erstmals Gelegenheit, letztmals dann am Sonntag, 17. Oktober. Nur dann, bei der Finissage mit Verleihung der Preise, greift die 3G-Regel.

Am Samstag Eröffnung

Wie seit einigen Jahren bereits, so gibt es eine eigene Abteilung mit Fotografien. Zum vorgegebenen Thema »Wasser ist Leben« sind sehenswerte Arbeiten eingegangen. Darunter solche, die den allzu sorglosen Umgang mit dem wichtigsten aller Lebensmittel zum Thema machen.

Wendet man sich den Bildern und Skulpturen zu, so erstaunt zunächst die Vielfalt der Sujets und Techniken. Hier eine meisterhaft colorierte Zeichnung, da ein farbenfrohes Stillleben, dort eine detailreich gestaltete Skulpturengruppe - während ein paar Schritte weiter ein »Zwergkaninchen« vor sich hin müffelt.

Manfred Albrecht gehört dem Kunstausschuss an, der diese Schau namens der Gallusmarktkommission verantwortet und organisiert. Der pensionierte Kunstpädagoge zählte bereits 1972 zu den Mitbegründern der »Oberhessischen«, er kennt daher viele der »Stammgäste«. Beim Gang durchs Kloster verweist er beispielhaft auf Jürgen Crombach: Dessen »Stillleben mit Obst und Käse« ist für Albrecht ein Paradebeispiel für das im Laufe der Jahre gestiegene Niveau der Aussteller. »Vielen ist eine verbesserte Technik zu attestieren.« So wie beim Stillleben mit Obst und Käse: »perspektivisch exakt, enorme Treffsicherheit in der Farbgebung«. Mehr Qualität auch bei den Skulpturen, kommen sie doch (meist) mit großer Ausdrucksstärke daher.

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Geöffnet: Samstag, 9. Oktober, 11 bis 15 Uhr; Sonntag, 10. Oktober, 13 bis 18 Uhr; Donnerstag, 14. Oktober, 17 bis 20 Uhr; Freitag, 15. Oktober, 10 bis 13 Uhr; Samstag, 16..Oktober, 15 bis 18. Uhr; Sonntag, 17. Oktober; 13 bis 18 Uhr.

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