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Graf Solms (r.) mit Otto Desch (2. v. l.) sowie Günter und Jan Hoffmann (l.).

Ehrung für Otto Desch

Erinnerung an den ersten Ausschuss nach dem Krieg

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Laubach (tb). Die Reden des Hauptmanns wie auch des Grafen waren gestern geprägt von der Mahnung, sich stets aufs Neue für den Frieden einzusetzen. Ein Appell, der seine besondere Bewandtnis hatte. Karl Georg Graf zu Solms-Laubach würdigte mit Otto Desch (90) einen Mann, der noch den Krieg erlebt hat. Und der wie heute auch schon im Jahre 1948, mit Hut und Eichenlaub, am Revers eine Rose als Zeichen des Friedens und der Liebe, auf dem Schlosshof stand. Der somit den ersten Ausschuss nach dem Weltenbrand mitgefeiert hat, als Waffen von den Besatzungsmächten verboten waren und der Hammel daher ausgelost wurde. Erst 1949 durfte der Wettstreit wieder richtig, wenn auch nur mit Luftgewehren ausgetragen werden.

Stellvertretend für alle aus der Generation Deschs ehrte der Graf den ehemaligen Hauptmann und Hammelschützen mit einer Gedenknadel. Wie er anfügte, denke er dabei auch an die Vorfahren, "die so wie wir heute das Ausschussfest nutzten, um vielleicht im Alltagsleben innezuhalten, sich auf Werte wie Freundschaft, Heimatverbundenheit und Treue zu besinnen".

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