+
Henry und Johanna Huber inmitten ihrer Hühnerschar.

Erfolgreiche Nachwuchszüchter

  • schließen

Henry und Johanna Huber aus Langgöns sind zwar erst fünf und acht Jahre alt. Doch sie sind bereits erfahrene Züchter. Bei Ausstellungen haben sie bereits einige Preise eingeheimst. Johanna Huber achtet beim Züchten besonders auf ein schönes Gefieder.

Es ist ein sonniger Morgen in Langgöns: In einem Garten hört man es gackern. Auf dem Gras wuseln Hühner herum, dazwischen stehen Henry und Johanna Huber. Als die Hühner sehen, dass die beiden Eimerchen in der Hand halten, stürmen sie von allen Seiten heran, um etwas Futter abzubekommen.

Der fünfjährige Henry und die achtjährige Johanna sind derzeit die große Nachwuchshoffnung der "Geflügelfreunde Langgöns": Bereits seit frühestens Kindesbeinen sind die Geschwister von Hühnern begeistert, kümmern sich um die Tiere ihres Großvaters Ewald Weil. Bereits mit einem Jahr meldete Weil seine Enkel im Verein an - heute sind sie immer bei Ausstellungen und dem jährlichen Hähnewettkrähen des Vereins dabei.

Im Garten ihres Großvaters kümmern sich die beiden derzeit täglich um den Hühnernachwuchs. Zehn Küken der Rasse Deutsche Reichshühner birkenfarbig und 30 der Rasse Zwerg-New Hampshire goldbraun wollen hier versorgt werden. Die beiden haben bereits jahrelange Erfahrung in der Pflege der Tiere. "Opa, guck mal, bei dem Huhn stimmt etwas nicht mit dem Fuß." Schon auf den ersten Blick sieht Johanna Huber, dass eines der Kücken eine Fehlstellung an einem seiner Beinchen hat.

Was finden Henry und Johanna an den Hühnern so toll? "Wenn man sich ganz früh um sie kümmert, werden sie zutraulich, dann kann man sie hochnehmen und sie lassen sich auch streicheln", sagt Johanna Huber und nimmt als Beweis gleich eines der Hühner in die Arme. Henry Huber ist aber an etwas ganz anderem interessiert: "Das ist toll, dass die Hähne so laut krähen können."

Zwar haben die Geschwister das gleiche Hobby, aber die Schwerpunkte sind verschieden: Während Johanna Huber am meisten an den Schönheitswettbewerben für die Tiere interessiert ist, geht Henry Huber lieber zum Hähnewettkrähen, das jeden 1. Mai im Vereinsheim der "Geflügelfreunde" stattfindet.

Auf Ausstellungen präsentieren beide ihre Tiere - und das mit vollem Erfolg: "Als ich sechs war, war ich zum ersten Mal mit meiner Henne Henni auf einer Ausstellung und habe direkt den Preis für das schönste Tier bekommen", berichtet die Achtjährige. Auch ihr Bruder konnte bei der letzten Vereinsausstellung im November den Top-Platz mit seinem Hahn Blitz belegen.

Für solche Erfolge muss man sich gut um die Hühner kümmern: Vor einer Ausstellung müssen die Tiere an die Käfige und den Lärm gewöhnt werden, dann steht noch die Pflege des Federkleids an. All das machen die Geschwister gerne. "Manchmal komme ich nach der Schule auch mit meinen Klassenkameradinnen zu den Hühnern", sagt Johanna Huber.

Dass sich die beiden Kinder so sehr für Hühner interessieren, daran ist ihr Großvater nicht gerade unschuldig: Ewald Weil ist der Jugendwart des Vereins und hat seine Enkel schon früh mit den Hühnern bekannt gemacht: "Ich habe ihnen immer etwas Anleitung gegeben und so hat sich das schließlich weiterentwickelt", erklärt er. "Ich bin sehr stolz darauf, dass sie das heute so gut machen und auch bei Ausstellungen erfolgreich sind."

Mit Henry und Johanna Huber verbinden die "Geflügelfreunde" auch die Hoffnung auf die Zukunft des Vereins. Denn auch wenn dieser in den letzten Jahren die Mitgliederzahl mehr als verdoppeln konnte - 2016 zählte man noch 36 Mitglieder, derzeit sind es 82 -, läuft die Nachwuchsarbeit doch eher schleppend. Es gibt jedoch die ersten Mitglieder, die noch jünger sind als Henry und Johanna Huber. Sie nehmen allerdings noch nicht an Ausstellungen teil.

Neben den Hühnern haben beide aber auch noch andere Hobbys: Henry Huber interessiert sich wie so viele Jungs in seinem Alter für Stapler und Lkws. Johanna Huber geht gerne zur Schule, ist eine der Klassenbesten, spielt Flöte und macht Showtanz. Und gibt es auch noch andere Tiere, die den beiden gefallen? "Ich mag Katzen sehr gerne", sagt Johanna Huber. Und ihr Bruder fügt lächelnd hinzu: "Ich mag Hunde - die bellen so laut."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare