Entsorgung spezieller Abfälle wird teurer

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Die Entsorgung von Bauschutt, Asbestzement, Mineral- oder Dämmwolle wird teurer. Um weiter kostendeckend zu wirtschaften, hat der Landkreis die Gebühren für speziellen Müll am Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) geändert. Betroffen von den gestiegenen Entsorgungsgebühren sind Bauschutt, unbehandeltes sowie behandeltes Holz, Holzfenster mit Glas, Dachpappe, Mineral- und Dämmwolle, Asbestzement. Gesunken sind die Gebühren für Porenbeton, Gips, Flach- und Spiegelglas. Kostenfrei bleibt weiterhin die Entsorgung von Papier, Pappe, Metallen und Elektrogeräten. Auch Altpapier, Rest- und Biomüll sind nicht von der Anpassung betroffen. Zudem können Kreisbürger weiterhin bis zu zwei Mal jährlich kostenlos eine Kofferraumladung Sperrmüll, Bauschutt, Grünabfälle oder Dämmwolle je Haushalt abgeben.

Als Grund für die Gebührenänderung führt man beim Landkreis gestiegene Entsorgungspreise an. Als öffentlicher Auftraggeber müsse die Behörde Dienstleistungen wie Betrieb, Transport und Entsorgung der Abfälle ausschreiben. Diese Kosten seien landesweit bei allen Anbietern deutlich gestiegen. "Um weiter kostendeckend wirtschaften zu können, müssen wir aus diesem Grund die Abfallgebühren anpassen", sagt Abfallwirtschaftsdezernent Hans-Peter Stock. Als Beispiel nennt er die Preise zur Verwertung von Holz, die durch ein hohes Angebot an Altholz gestiegen seien. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in den Wäldern müsse mehr Holz verarbeitet werden als nachgefragt wird. Außerdem gebe es nur noch wenige Entsorger in diesem Bereich. Ein weiteres Beispiel sei die Dämmwolle, für die bundesweit keine Verwertungsmöglichkeit existiere. Gleichzeitig entstünden aber aufgrund hoher Bautätigkeit große Mengen an Abfall. Daher sei der Preis für die aufwendige und kostenintensive Lagerung auf Deponien stark gestiegen. Das AWZ ist Mo. bis Fr. von 8 bis 12.15 und 13 bis 17 Uhr sowie Sa. von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

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