"Die Elternschaft ist zwiegespalten"

  • Armin Pfannmüller
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Gießen(pd). Für eine Kombination aus Präsenzunterricht und Homeschooling hatte sich Alexander Spannagel Ende April ausgesprochen, als eine komplette Öffnung der Schulen kein Thema war. Jetzt stimmt der Vorsitzende des Kreiselternbeirats dem Beschluss des Kultusministeriums, den Grundschulunterricht wieder täglich im kompletten Klassenverband zu gewährleisten, "grundsätzlich zu". Er ist aber auch froh, dass er keine Kinder mehr im Grundschulalter hat.

Herr Spannagel, haben Sie Rückmeldungen, wie Eltern im Landkreis darauf reagiert haben, dass Grundschüler ab Montag wieder im Klassenverband unterrichtet werden?

Nach meiner Wahrnehmung ist die Elternschaft ziemlich zwiegespalten. Manche haben ihr Kind schon in der Vergangenheit nicht zur Schule geschickt und bleiben auch in den beiden letzten Schulwochen bei ihrer Haltung. Viele andere sind erleichtert, dass ihr Kind jetzt wieder täglich Unterricht hat und nehmen dieses Angebot auch wahr.

Was erwarten Sie von den letzten beiden Schulwochen?

Ich schaue mit gemischten Gefühlen auf den kommenden Montag. Grundsätzlich stimme ich der weiteren Öffnung zu. Gerade Kinder im Grundschulalter brauchen soziale Kontakte zu Mitschülern. Außerdem haben es in diesem Alter manche besonders schwer, wenn sie nicht regelmäßig gefördert werden. Andererseits steht und fällt vieles damit, wie viele Lehrer am Montag in die Schule kommen.

Wie stehen Sie persönlich zur kompletten Öffnung der Grundschulen?

Ich bin froh, dass ich keine Kinder mehr habe, die im Grundschulalter sind. Und ich bin erleichtert, dass es eine Kann-Bestimmung ist. FOTO: PM

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