Elf Fälle der Delta-Variante im Landkreis

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Gießen (pm). Im Landkreis Gießen sind am gestrigen Dienstag elf Corona-Infektionen mit der sogenannten Delta-Variante B.1.617.2 (vormals bezeichnet als indische Variante) bekannt geworden. Lediglich ein Fall betrifft eine Neuinfektion der vergangenen Tage, bei den übrigen handelt es sich um Infizierte, die bereits gemeldet waren und deren Quarantäne zum Teil in Kürze schon ausläuft.

Das Gesundheitsamt erhielt nachträglich nach standardmäßigen Laboruntersuchungen Hinweise auf die Mutation.

Infektion trotz Impfschutzes

Nach derzeitigem Stand liegen Ansteckungen innerhalb zweier familiärer Cluster und bei drei Einzelpersonen vor, von denen sich ein Infizierter aus beruflichen Gründen im Ausland aufgehalten hatte. Untereinander gibt es nach derzeitigen Erkenntnissen keine Verbindungen. Eine Person infizierte sich trotz vollständigen Impfschutzes.

Die Delta-Variante gilt als ansteckender als die mittlerweile flächendeckend vorhandene Variante B.1.1.7, ebenso treten nach aktuellen Beobachtungen häufiger schwere Krankheitsverläufe auf. Nach Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts ist der Impfschutz gegen die Delta-Variante geringer als gegen die häufig auftretende Variante B.1.1.7.

Aus Sicht des Gesundheitsamtes macht die Meldung deutlich, dass trotz sinkender Infektionszahlen die Pandemie nicht als bewältigt angesehen werden kann. Hygiene, Abstand, Lüften sowie das Tragen von medizinischen Masken seien weiterhin erforderlich, wenn sich eine größere Zahl von Personen trifft. Auch die vollständige Impfung erlaubt keinen Verzicht auf Abstand und Hygiene.

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