+
Im Justus-Liebig-Museum gibt es viel zu entdecken und zu lernen.

Mit einer Explosion zum Professor

  • schließen

Gießen(Klasse 4a). Am Montag, dem 28. 10. 2019, gingen wir, die Klasse 4a der Goetheschule in Gießen, in das Justus-Liebig-Museum. Herr Doktor Theophel, ein pensionierter Chemielehrer, begrüßt uns. Er erzählt uns viel über Liebig, zeigt uns das Museum und führt uns einige Experimente vor.

Das Museum ist in der Liebigstraße Nr. 12. Das Gebäude ist 200 Jahre alt. Es war früher eine Kaserne. Der alte Hörsaal, in dem Liebig seine Vorlesungen hielt, ist ungefähr 170 Jahre alt. Im Hörsaal stehen noch die Original-Holzbänke. Es gibt auch ein Labor, in dem man früher Apotheker werden konnte. Auch das alte Büro von Liebig ist zu sehen. Hier hat er über 65 Bücher mit der Hand geschrieben. Man kann seinen Original-Schreibtisch sehen. Es gibt noch das alte Alchimistenlabor, in dem die Studenten experimentieren konnten, und andere Räume, in denen es viele Reagenzgläser und Chemikalien gibt.

Von Lia, Maria, Leon und Melanie

Mit 21 Jahren Professor

Justus Liebig wird am 12. 5. 1803 in Darmstadt geboren. Seine Eltern sind Johann Georg Liebig und Maria Caroline Liebig. Johann Georg ist Drogist. Justus hat neun Geschwister. Er besucht ein Jungengymnasium in Darmstadt. Er will Chemie lernen, muss aber Latein lernen. Justus lernt nicht und wird schließlich von der Schule geworfen. Nun muss er zu Hause helfen. Er trägt den Kunden die Waren nach Hause und bleibt danach oft beim Jahrmarkt stehen, wo er den Gauklern beim Experimentieren zuschaut. Später zeigt er seinen Studenten diese Experimente. Aber erst einmal beginnt Justus eine Apothekerlehre. Spätabends experimentiert er in seinem Dachzimmer. Knallsilber ist sein Lieblingsstoff. Eines Abends erzeugt er eine Explosion, deshalb wird er entlassen. Er wird Student der Chemie und ist besser als seine Professoren. Justus wird nach Paris geschickt, wo er einen Vortrag hält, bei dem auch Alexander von Humboldt anwesend ist. Humboldt ist von Liebig so begeistert, dass er ihn dem Herzog von Hessen empfiehlt. So wird Justus mit 21 Jahren zum Professor der Chemie in Gießen ernannt. Er leitet das Chemische Institut in Gießen. Morgens erklärt Justus seinen Studenten die Chemie und nachmittags und abends dürfen die Studenten experimentieren. Justus heiratet schließlich Henriette und bekommt zwei Söhne und drei Töchter. Später zieht er mit seiner Familie nach München, dort wird er Freiherr und ist mit der königlichen Familie befreundet. Er stirbt 1873 an einer Lungenentzündung.

Von Georg, Mika, Jonathan und Julien

Über 100 Erfindungen

Liebig hat über 100 Erfindungen gemacht. Die bekanntesten sind: Fleischextrakt (Rinder in Südamerika wurden geschlachtet, ausgepresst und in kleinen Dosen nach Deutschland geschickt), Säuglingsnahrung (es gab zu Lebzeiten Liebigs eine hohe Säuglingssterblichkeit. Liebig experimentierte mit Kuhmilch und erfand die Säuglingsnahrung), Sicherheitsstreichhölzer, Dünger und der Silberspiegel.

Justus Liebig erfindet auch den Fünf-Kugel-Apparat. Er macht häufig Pflanzenuntersuchungen, dafür muss er aber Kohlendioxid (ein Gas) wiegen. Aber wie kann man etwas wiegen, das man nicht sehen kann? Dafür erfindet er den Fünf-Kugel-Apparat.

Von Warman, Paula, Nguyen und Noah

Zwei Experimente

Herr Dr. Theophel zeigt uns viele Experimente. Es ist bunt, es macht Krach und es brennt. Wir möchten zwei Experimente beschreiben. Eines davon ist das Taschentuch, das brennt, aber nicht verbrennt. Herr Doktor Theophel wäscht das Taschentuch in einer Mischung von 50 Prozent Wasser und 50 Prozent Spiritus. Er hängt das nasse Taschentuch auf und zündet es an. Es verbrennt nicht, obwohl es in Spiritus gewaschen wurde!

Nun beschreiben wir das zweite Experiment. Herr Dr. Theophel gießt Natronlauge, Zuckerwasser und Silbernitratlösung in einen Glaskolben. Danach erhitzt er den Glaskolben etwa 20 Sekunden lang. Er leert die Flüssigkeit aus, zurück bleibt ein Silberspiegel an der Innenwand des Glaskolbens. Liebig erfand damals den Silberspiegel, um die Quecksilberspiegel zu ersetzen. Damals mussten Kinder diese Quecksilberspiegel herstellen. Sie atmeten die giftigen Dämpfe ein und starben in einem frühen Alter. Von Jakob, Tom, Bao und N.N.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare