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Schulleiter Andrej Keller (r.) gibt das Zeichen zur Eröffnung. Das lassen die Kinder sich nicht zwei Mal sagen.

Eine Schule platzt vor Stolz

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Nach nur vier Tagen strahlt der Schulhof der CBES in Lollar in neuem Glanz. Zu verdanken ist das zu großen Teilen den Schülern selbst.

Eltern, Lehrer und Schüler blickten am Freitag gespannt auf den Moment, in dem die neue Kletterlandschaft auf dem Schulhof der CBES zum Spielen und Toben freigegeben wurde. "Als das Band durchtrennt wurde und alle Kinder sofort losliefen, habe ich schon Gänsehaut bekommen" gestand Schulleiter Andrej Keller. Die feierliche Eröffnung des neuen Pausenhofs war geprägt von strahlendem Sonnenschein und strahlenden Gesichtern. Musikalische Beiträge der Schüler untermalten sie klangvoll.

Dass große Emotionen und eine Menge Stolz an diesem Tag mitspielten, ist kein Wunder, denn das Projekt "partizipatives Bauen" verlief reibungslos. Bei dieser besonderen Art von Bauprojekten werden die Nutzer mit in die Arbeit eingebunden. Darauf gekommen ist die Schule durch den Marburger Prof. Ralf Laging, der für Projekte dieser Art bekannt ist. Die ganze Woche über konnte sich das Bauteam über gutes Wetter ohne einen einzigen Tropfen Regen freuen. Auch ein Grund zum freuen: Obwohl die Schüler mit schwerem Gerät arbeiteten, passierte kein Unfall. Im Gegenteil, viele Kinder und Jugendliche stellten sich sogar als äußerst begabt im Umgang mit Werkzeugen heraus. Sie waren nicht nur talentiert, sondern auch voll motiviert dabei. Keller beschrieb dies als "eine Atmosphäre des gemeinsamen Arbeitens, die einfach nur unglaublich war".

Eine nachvollziehbare Feststellung, denn die einzelnen Baugruppen setzten sich vielfältig und bunt zusammen und konnten so mehr als erfolgreiche Arbeit leisten. Über 100 Schüler stemmten Hand in Hand mit Studenten, Lehrkräften, Mitarbeitern der Firma ALEA und Eltern das Großprojekt der Schulhofumgestaltung. Die lief übrigens unter dem passenden Motto: "CBES gemeinsam spitze - Wir sind bunt!"

Die gemeinschaftlichen Anstrengungen zahlten sich aus. Der TÜV, der am Donnerstag zur Abnahme vor Ort war, hatte nichts zu beanstanden. So stand der direkten Nutzung der neuen Balancier-, Turn- und Kletteranlagen sowie der Sitz- und Chill-Gelegenheiten nichts mehr im Wege. Auch ALEA, die auf "partizipatives Bauen" spezialisiert sind und als "pädagogisch-fachanleitende" Handwerker fungieren, sind stolz auf das Ergebnis. Für sie war das Projekt an der CBES auch deshalb besonders, weil sie in dieser Größenordnung zuvor noch nicht gearbeitet hatten. Die Schuldezernentin des Kreises, Dr. Christiane Schmahl, zeigte sich ebenfalls begeistert von dem Ergebnis und stellte fest, dass sich die 100 000 Euro, die in das unkonventionelle Projekt geflossen sind, ausgezahlt haben. "Günstiger hätte man das alles mit einer normalen Firma auch nicht bauen können", erklärte Nathalia Pörksen (ALEA). Ohne Mehrkosten entstanden so ein toller Schulhof und noch bessere Erinnerungen.

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