Geflügelpest

Drei Seengebiete gelten ab Sonntag als Risikogebiete

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Gießen (pm). Drei Flächen im Landkreis gelten ab Sonntag, 14. März, zusätzlich zu den Staunässegebieten als Risikogebiete für Geflügelpest: das Wetterauer Seengebiet bei Hungen, die Heuchelheimer Seen und Flächen bei Eberstadt. Dort müssen Geflügelbestände zum Schutz vor Geflügelpest (H5N8) zwingend im Stall oder unter einer Überdachung gehalten werden.

Anlass ist ein weiterer Nachweis der Geflügelpest im Vogelsbergkreis, betroffen war ein Silberreiher in Romrod. Seit März gibt es 19 Nachweise (Stand 10. März) bei Wildvögeln in Hessen, vor allem Schwäne. Wegen der zunehmenden Dynamik des Ausbruchsgeschehens ist auch für Hausgeflügelbestände das Risiko einer Ansteckung hoch. Es besteht insbesondere für Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen.

Daher gelten gewässernahe Gebiete, in denen sich wildlebende Wasser- und Zugvögel sammeln, rasten und brüten, als Risikogebiete. Im Landkreis sind betroffen: Das Seengebiet bei Hungen rund um die Ortschaften Utphe und Trais-Horloff sowie Teile von Inheiden, Bellersheim, Steinheim, Obbornhofen und Hof Grass. Das Gebiet an den Heuchelheimer Seen und dem Silbersee nördlich der B 49, Dreieck Lahnfeld, westlich der B 429. Und Flächen in der Gemarkung von Eberstadt, die südlich der A 45 zwischen den Ortschaften Ober-Hörgern und Trais-Münzenberg liegen.

Für diese Risikogebiete gilt nun auch die Vorgabe, Geflügel, das in der Nähe von Gewässern und Staunässe gehalten wird, in geschlossenen Ställen oder in einer überdachten Schutzvorrichtung unterzubringen. Das soll ein Eindringen von Wildvögeln unmöglich machen. Netze und Gitter dürfen zur Vermeidung des Kontaktes zu Wildvögeln nur genutzt werden, wenn sie als Abdeckung nach oben eine Maschenweite von nicht mehr als 25 Millimetern aufweisen.

Die Veterinäre des Landkreises bitten, auffälliges Verhalten und Totfunde bei Wildvögeln zu melden. Dies betrifft sowohl Wasservögel als auch Greifvögel. Der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist zu erreichen unter 06 41/93 90-62 00 oder E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de.

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