Die Geschäftsführerinnen Andrea Michel-Lebeau und Petra Michel-Förstl mit Michael Arndt, Verkaufsleiter Volkswagen Deutschland, und Geschäftsleiterin Regina Förstl (v. l.). FOTO: PM
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Die Geschäftsführerinnen Andrea Michel-Lebeau und Petra Michel-Förstl mit Michael Arndt, Verkaufsleiter Volkswagen Deutschland, und Geschäftsleiterin Regina Förstl (v. l.). FOTO: PM

Drei Frauen an der Spitze

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Gießen(pm). Das Autohaus Michel in Gießen ist ein Familienbetrieb, in dem Mitarbeiter nicht nur als Arbeitskräfte gesehen werden. Dafür bekommt es viel Zuspruch von den Mitarbeitern und eine Auszeichnung mit dem "Beste Autohaus Arbeitgeber Award", verliehen von Automobilwoche und dem Institut für Automobilwirtschaft (IfA). Das Autohaus Michel schafft es auf den dritten Platz in der Kategorie "große Betriebe".

Die Studie wurde vom Institut für Automobilwirtschaft durchgeführt. Dabei wurde die Zufriedenheit der Mitarbeiter in sechs Kategorien sowie generell ermittelt.

Einmalige Kombination

"Vielleicht macht es doch einen Unterschied, ob an der Spitze einer Firma ein Mann oder eine Frau steht", heißt es in einer Meldung zur Preisverleihung. Ganz sicher mache es einen Unterschied, wenn dort gleich drei Frauen stehen, aus zwei Generationen. Und durch Familienbande mehr als nur beruflich verbunden. Diese Kombination findet sich im Autohaus Michel in Gießen - wohl einmalig im deutschen Autohandel.

Die Betriebe der Marken VW und Audi werden von den Schwestern Andrea Michel-Lebeau und Petra Michel-Förstl als Geschäftsführerinnen und Michel-Förstls Schwiegertochter Regina Förstl als Geschäftsleiterin geführt. Wobei Regina Förstl nicht nur den Blick einer jüngeren Generation einbringt, sondern auch internationales Managementwissen. Sie war vor ihrem Einstieg in den Autohandel Beraterin bei PwC und als Controllerin beim Pharmakonzern Boehringer Ingelheim, aber auch für den Elektronikkonzern Philips tätig, unter anderem in Buenos Aires.

"In jedem Menschen steckt etwas Großartiges", lautet ein Motto des Hauses. Mitarbeiter werden gefördert - und gefordert. Wir suchen "nur Menschen, die mit Leidenschaft und Spaß für die Autohaus-Michel-Gruppe arbeiten", heißt es auf deren Website.

Sauberkeit und Ordnung sind den Chefinnen wichtig. Es gibt geregelte Prozesse und klare Verantwortungen. Das soll effizientes Arbeiten erleichtern. Die Kommunikation ist offen, in beide Richtungen. Es wird offen gelobt und offen kritisiert. Damit jeder weiß, woran er ist. Leistungsbereitschaft wird erwartet, gute Leistung auch gemeinsam gefeiert. Die Weihnachtsfeier etwa ist keine müde Pflichtveranstaltung, sondern wird jedes Jahr aufs Neue von langer Hand geplant, damit sie in bester Erinnerung bleibt.

Chefinnen kümmern sich um Mitarbeiter

Im Autohaus Michel kümmern sich die Chefinnen um ihre Mitarbeiter. "Wir kennen in vielen Fällen auch den familiären Hintergrund und können darauf eingehen", sagt Petra Michel-Förstl. Und wer körperlich seinen anstrengenden Job in der Werkstatt nicht mehr leisten kann, wechselt eben in die Kundenannahme.

"Wir achten auch darauf, dass unsere Abteilungen gut besetzt sind. Und wir zahlen anständig", so Andrea Michel-Lebeau. Deswegen gelingt es bislang sehr gut, offene Stellen zu besetzen. "Nur Karosseriebauer finden wir nicht. Die sind so selten wie Einhörner", sagt Michel-Lebeau.

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