Döring triumphiert über Braun

  • Christoph Hoffmann
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Felix Döring (SPD) gewinnt das Direktmandat für den Deutschen Bundestag und setzt sich somit gegen Helge Braun (CDU) durch. Der Christdemokrat wird über die Landesliste dennoch in Berlin bleiben. Das gilt auch für Joana Cotar und Uwe Schulz (beide AfD). Behzad Borhani von den Grünen verpasst den Einzug, bei Ali Al-Dailami (Linke) hängt es an der 5-Prozent-Hürde.

Am Vorabend der Bundestagswahl hatte sich Felix Döring bereits siegesgewiss gegeben. 24 Stunden später wurde seine Vorahnung bestätigt. Mit 30,36 Prozent hat sich der 30-jährige Lehrer aus Pohlheim das Direktmandat für den Wahlkreis 173 Gießen/Alsfeld gesichert.

Döring wird also nach Berlin gehen und dort seine Heimat vertreten. Und das nach einem denkbar knappen Ergebnis. Lediglich 1227 Stimmen trennten Döring und CDU-Kandidat Helge Braun.

Denkbar knappes Ergebnis

Der Christdemokrat musste sich mit 29,59 Prozent zwar knapp geschlagen geben, über den ersten Rang der Landesliste ist ihm sein Platz im Bundestag jedoch sicher. Trotzdem bedeutet der Wahlsieg von Döring eine kleine Zeitenwende. Braun hatte den Wahlkreis 173 zuvor dreimal in Folge gewonnen, 2017 mit 35,1 Prozent gegen seinen Hauptkontrahenten Matthias Körner (SPD).

Wie Braun bleiben auch die beiden heimischen AfD-Politiker in Berlin. Joana Cotar aus Langgöns und Uwe Schulz aus Pohlheim konnten sich mit den Plätzen 2 und 3 auf der Landesliste eines Bundestagsmandats gewiss sein. Schulz, als Direktkandidat für die AfD ins Rennen gegangen, holte am Sonntagabend 9,07 Prozent der Stimmen.

Behzad Borhani, der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Fernwald und langjähriger Mitarbeiter des Gießener Stadttheaters, ergatterte 13,31 Prozent der Stimmen. Da er jedoch lediglich auf den zwölften Platz der Landesliste stand, wird er den Wahlkreis im Berliner Reichstags-Gebäude nicht vertreten können.

Ali Al-Dailami von den Linken erhielt 3,97 Prozent der Stimmen. Ob sein zweiter Listenplatz für den Einzug nach Berlin reicht, ist noch ungewiss. Das schlechte Abschneiden seiner Partei auf Bundesebene könnte den Plänen des Gießeners einen Strich durch die Rechnung machen. Zu Redaktionsschluss war noch unklar, ob die Linke die Fünf-Prozent-Hürde überspringt.

Ob Dennis Pucher (7,58 Prozent) die FDP-Bundestagsfraktion verstärken wird, ist ebenso noch unklar.

Diego Semmler von den Freien Wählern holte 2,87 Prozent der Stimmen, Darwin Walter von der Satirepartei DIE PARTEI 1,87 Prozent. Die beiden werden ebenso wenig in den Bundestag einziehen wie Stephan Krüdener von der Basis (1,22 Prozent) und Henning Mächerle von der DKP (0,15 Prozent).

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