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Doch keine FW-Kandidatur?

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Von: Rüdiger Soßdorf

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Gießen (so). Wer will ab Januar Landrat oder Landrätin werden? Die Wahl ist zeitgleich mit der Bundestagswahl am 26. September. Bis 19. Juli werden Bewerbungen entgegengenommen. Zwei Kandidatinnen und einen Kandidaten gibt es schon. Wie viele mehr es noch werden, das ist offen.

Am nächsten Freitag wollen sich die Freien Wähler zu dieser Frage äußern, »Ich brauche dazu erst einen Vorstandsbeschluss«, bittet der neue Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Kurt Hillgärtner, um etwas Geduld. Denn Überlegungen und Gedankenspiele hat es in den Reihen der FW durchaus gegeben. Zumal in der neuen Kreiskoalition mit CDU und Grünen dezidiert die Möglichkeit eingeräumt ist, dass sich jeder der drei Partner mit einem Personalvorschlag bei den Bürgern um die Direktwahl an die Verwaltungsspitze im Kreis bewerben kann.

Die Freien Wähler sollen gar mit einem potenziellen Interessenten dazu in engerem Austausch gestanden haben. »Ein Bewerber, der bislang nicht in der Kreispolitik aktiv ist«, heißt es aus FW-Führungszirkeln.

Das klingt jedenfalls gar nicht so, als ob die Freien Wähler ihren hauptamtlichen Dezernenten Hans-Peter Stock ermuntert hätten, sich um das Landratsamt zu bewerben. Dieser ist vom Kreistag noch bis Ende 2022 gewählt und im Amt.

Bislang sind es drei Bewerber

Ob das Interesse des potenziellen Bewerbers aufrechterhalten bleibt - oder eben auch nicht -, das will Hillgärtner jedenfalls erst am Freitag darlegen. Durchaus denkbar, dass eine Entscheidung auch im Lichte der nun bekannten Kandidaturen getroffen wird: Landrätin Anita Schneider hat in der vergangenen Woche klargemacht, dass mit ihr zu rechnen ist. Die Amtsinhaberin ist auch für eine dritte Amtszeit bereit. Und sie ist dafür von ihrer Partei, der SPD, auch nominiert.

Die CDU hat ebenfalls in der vergangenen Woche den Gießener Bürgermeister, Peter Neidel aus Heuchelheim, ins Rennen geschickt. Die erste Kandidatin, die nominiert wurde, ist Kerstin Gromes von den Grünen.

Schon frühzeitig hatten die Liberalen abgewunken. Kreisvorsitzender Dennis Pucher hatte bereits lange vor der Kommunalwahl deutlich gemacht, dass die FDP keinerlei Ambitionen hat. Sein Fraktionsvorsitzender Harald Scherer hat dies dieser Tage nochmals bestätigt und zugleich Schneider gute Arbeit attestiert.

Ob von den anderen politischen Kräften im Kreis - AfD, Linke, Volt oder die Partei - mit einer Kandidatur zu rechnen ist, dazu gibt es noch keine Signale.

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