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Die Licher Felix Blumenstein und seine Frau Marina Blasini nehmen bei der ProSieben-Erfinder-Show "Das Ding des Jahres" 2020 teil. Die Show wird jeden Mittwoch um 20.15 gezeigt.

Licher Unternehmerpaar bei Erfinder-Show "Das Ding des Jahres" auf ProSieben

Kürzlich startete auf ProSieben die dritte Staffel der Sendung "Das Ding des Jahres". Diesmal macht auch ein Licher Unternehmen mit. Felix Blumenstein und seine Frau Marina Blasini von der Firma Optima Schlafsysteme zeigen heute Abend eine ganz spezielle Matratze.

  • Unternehmer aus Lich stellen "Mitwachsmatratze" in ProSieben vor
  • Ausstrahlung: "Das Ding des Jahres" am Mittwoch
  • Persönliche Geschichte hinter Erfindung aus Lich

Lich - Sie soll gemütlich sein, besteht aus mehreren Teilen, lässt sich verkleinern und vergrößern. Vor allem aber lässt sie sich in die Waschmaschine packen: Die vollständig waschbare Mitwachsmatratze. Was sich wie ein kleiner Zungenbrecher anhört, ist ein Star in der ProSieben-Erfinder-Show "Das Ding des Jahres" am heutigen Mittwoch ab 20.15 Uhr.

Seit Ende Januar läuft die dritte Staffel der Show – dieses Mal ist ein Paar aus Lich dabei. Felix Blumenstein (37), Geschäftsführer von Optima Schlafsysteme, und seine Frau Marina Blasini (35) stellen die "Mitwachsmatratze" vor. Eine Matratze aus einzelnen waschbaren Puzzleteilen, die von 70 x 140 Zentimetern auf eine Länge von 200 Zentimeter und eine Breite, wahlweise auf 80, 90 oder 100 Zentimeter vergrößert werden kann. Die Schaumstoffteile sind bei 60 Grad waschbar und trocknen schnell wieder ab.

"Das Ding des Jahres" auf ProSieben: Unternehmer aus Lich stellen "Mitwachsmatratze" vor

"Es ist doch wie mit Klamotten", sagt Felix Blumenstein, "die wasche ich doch auch einfach, wenn sie schmutzig sind." Auf die Idee, einen Ganzkörperanzug unter Pulli und Jeans zu tragen – um diese zu schützen, würde doch auch keiner kommen. "Warum denkt man dann so bei Matratzen?", fragt er, "warum wäscht man immer nur den Bezug?"

Die Idee, eine waschbare Matratze auf den Markt zu bringen, habe in seiner Familie schon länger gekeimt. Blumensteins Urgroßvater gründete das Unternehmen bereits 1946, damals aber noch als Polsterer und mit dem Fokus hauptsächlich auf Stühlen und Sofas. In den Jahren 2015 und 2016 aber sei einiges passiert, erzählt Blumenstein. Er trat ihn die Fußstapfen seiner Vorfahren, weil die Firma sonst vielleicht vor dem Aus gestanden hätte – dabei ist er studierter Elektrotechniker. "Gerade das fand ich sehr spannend", sagt er, "die Dinge einfach einmal ganz anders anzugehen."

"Das Ding des Jahres" auf ProSieben: Persönliche Geschichte hinter "Mitwachsmatratze" aus Lich

Viele Jahre habe Optima Schlafsysteme für die typischen 90-x-200-Zentimeter-Betten gestanden. Für Schlafzimmermöbel und Matratzen. Langweilig – so empfand es Blumenstein lange. Es ist wohl ein für alte Familienunternehmen charakteristisches Problem: Die Balance zwischen Tradition und Innovation zu finden. Genau in dieser Phase "kam eines zum anderen", erzählt Blumenstein. Er wollte einen Wandel.

Etwa genau zu dieser Zeit wurde bei seiner Tochter auch noch eine Hausstaubmilbenallergie diagnostiziert. Tabletten wurden verschrieben, zudem Kortison und spezielle Matratzen und Bettbezüge für Allergiker. "Das kann doch nicht alles sein", habe sich Blumenstein damals gedacht. Und: "Man muss das Problem doch an der Wurzel packen." Die Idee der waschbaren Matratze war geboren – als eine Kombination aus Innovation, persönlicher Umorientierung und dem Krankheitsbild von Blumensteins Tochter.

Wie aber bekommt man eine Matratze in die Waschmaschine? Die Antwort auf diese Frage war eine der großen Herausforderungen für das Unternehmen. Die Kunden sollten selbst in der Lage sein, das Produkt zu waschen. Ohne etwa einen externen Wäscheservice. "Probleme ergeben sich ja meistens dann, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann", sagt Blumenstein, "am Ostersonntag etwa oder am ersten Weihnachtsfeiertag."

"Das Ding des Jahres" auf ProSieben: Einzelne Matratzenteile wie Puzzle zusammenstecken

Einzelne Matratzenteile, die wie ein Puzzle zusammengesteckt werden können, machen die Matratze vollständig waschbar. "Auf die Teilbarkeit mit dem Ziel der Waschbarkeit und Vergrößerbarkeit haben wir auch das Patent", sagt Blumenstein.

Das mit dem Mitwachsen habe sich dann so ergeben. "Kann eine Matratze gewaschen werden, wird sie auch weiter benutzt", sagt Blumenstein. Gebrauchte Baby-Matratzen seien nur selten zu sehen – eben weil sich viele Eltern damit nicht wohlfühlten. "Das kann sich jetzt ändern", sagt der 37-Jährige. Mit weiteren Matratzen-Puzzleteilen kann die Matratze so weit vergrößert werden, dass theoretisch auch ein 15-Jähriger darauf noch Platz hätte.

"Das Ding des Jahres" auf ProSieben: Publikum entscheidet

Mit der Idee wollen Blumenstein und seine Frau nun die Jury und das Publikum der diesjährigen "Das Ding des Jahres"-Show überzeugen. Am heutigen Mittwoch treten sie ab 20.15 Uhr im Duell gegen einen Matratzenhersteller aus Radebeul an. Die Firma aus Sachsen will mit einer hygienischen Matratze gegen die beiden Licher punkten, bei der per Luftregelung der Härtegrad eingestellt werden kann.

Wer das Rennen macht, entscheidet das Publikum. Die vier prominenten Tester, Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer, die Moderatoren Lena Gercke und Joko Winterscheidt sowie Rewe-Chefeinkäufer Hans-Jürgen Moog, probieren die Erfindungen in der Sendung aus.

Bei Familie Blumenstein und Blasini wird die Show übrigens groß auf Leinwand gezeigt. "Wir wollten es auf jeden Fall gemeinsam mit Freunden und Familie ansehen", sagt der 37-Jährige. Aber auch Mitarbeiter hätten großes Interesse gezeigt und so wird der Rahmen wohl doch etwas größer. "Wir sind sehr gespannt, uns selbst im Fernsehen zu sehen", sagt er, "es ist schon etwas Besonderes."

kge

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