Digitales Lernen in der Schule und daheim

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Gießen(pm). Videokonferenzen, IServ und Chatgruppen: Viele Schulen verlegen den Unterricht im Zuge der Corona-Pandemie mehr und mehr in die digitale Welt. Doch nicht jedes Kind hat einen Zugang zu einem Tablet, Laptop oder Computer. Für diese Schüler stellt der Landkreis Gießen im ersten Schritt insgesamt 1000 digitale Endgeräte leihweise zur Verfügung. 500 Tablets hat der kommunale IT-Dienstleister ekom21 bereits beschafft und im regionalen Medienzentrum Gießen-Vogelsberg (M@AUS-Zentrum) übergeben. Dort werden nun die Tablets für den Schulbetrieb von den Supportern des Landkreises mit den Apps, die Jochen Leeder, Leiter des M@AUS-Zentrums ausgesucht hat, konfiguriert. Danach erfolgt die Verteilung an die Schulen. Weiterhin sind 500 Laptops bestellt, weitere Endgeräte werden folgen.

Dass die Geräte dringend benötigt werden, erkannte Kreis-Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl frühzeitig. "Schon in den Osterferien gab es erste Hinweise, dass viele Schüler digital nicht erreichbar sind. Deswegen habe ich bei mehreren weiterführenden Schulen nachgefragt, wie viele Schüler digital gar nicht oder nur über ein Handy zu erreichen sind", erklärt Schmahl. Ergebnis: Bis zu 20 Prozent seien betroffen.

Direkt im Anschluss wurde die Beschaffung aufgenommen. Die Abfrage bei allen Schulen, die während der Wartezeit erfolgte, ergab dann einen sehr unterschiedlichen Bedarf, er liegt zwischen null und 30 Prozent. Deswegen werden weitere Geräte geordert werden müssen.Bei den gelieferten Tablets handelt es sich um das Modell "Apple iPad WiFi" mit 32 Gigabyte Haupt- und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Je eine Kamera auf der Vorder- und Rückseite ermöglichen es, per Video zum Beispiel mit Lehrern oder Mitschülern zu sprechen sowie eigene Fotos zu machen. Die ekom21 liefert zusätzlich spezielle Hüllen, in denen eine Tastatur integriert ist.

Um neben der Hardware in Form auch die Software bereitzustellen, hat der Landkreis ab April allen 39 Grundschulen den Zugriff auf die pädagogische Komplettlösung "IServ" ermöglicht. Die weiterführenden Schulen sind damit gemäß Digitalplan des Kreises bereits ausgestattet. Durch "IServ" können Lehrer, Schüler und Eltern ohne Datensicherheitslücken miteinander kommunizieren. Zudem ermöglicht "IServ" u.a. eigene E-Mail-Adressen für alle, Up- und Download von Materialien, Stundenpläne, Chatgruppen und Videokonferenzen.

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