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Dorfleben digital: Mark Pralle und Dennis Pucher sind auf der "Grünen Woche" gefragt. SO

Digitale Lösungen fürs Land

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Gießen/Lich(so). Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich war gleich zum Auftakt da, um "seinen" Mittelhessen auf der "Grünen Woche" in Berlin seine Aufwartung zu machen, Digitalministerin Kristina Sinemus ebenfalls, auch der Langgönser Alt- und Ehrenbürgermeister Horst Röhrig schaute schon kurz nach der Eröffnung vorbei. Zudem - und eigentlich noch wichtiger - überaus reichlich interessiertes Fachpublikum von der ersten Minute an. Die Resonanz auf die Konzepte des Gießeners Mark Pralle ist gut.

Der Entwickler von Stadtmarketing- und Navigations-Apps präsentiert noch bis zum kommenden Wochenende auf der "Grünen Woche" seine Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten digitaler Konzepte für den ländlichen Raum. Referenzkommune von Pralles Unternehmen Fabrik 19 respektive der angegliederten Agentur Distama ist in diesem Falle Lauterbach im Vogelsberg. Doch auch in Gießen gibt es bereits lokale Apps mit Pralle-Know-how. Das Stichwort der von ihm präsentierten Software-Lösungen für lokale Kommunikation lautet "Dorfleben digital". Den Auftritt auf der "Grünen Woche" absolviert Pralle gemeinsam mit Dennis Pucher und dessen Licher Agentur Denkstrukturen. Pucher, bereits in früheren Jahren mit Partnern aus der Region in Berlin präsent, organisiert und betreibt den Stand und kümmert sich um die Kommunikation, Pralle besorgt den Content.

Die digitalen Herausforderungen seien in kleinen Orten anders gelagert, hatten Pralle und Pucher im Vorfeld des großen Messe-Auftritts dargelegt. Dort gehe es beispielsweise um Mitfahrangebote, Verlinkung zu regionalen Versorgern oder Kommunikation mit dem Rathaus - etwa per Videochat ins Bürgerbüro. In Berlin demonstriert Pralle an einer Stele mit Bildschirm, was machbar ist. Diese Stelen, letztlich interaktive "Schwarze Bretter", können im öffentlichen Raum Platz finden. Für die Bürger als Nutzer funktioniert das idealerweise zudem mit einer App auf dem Smartphone.

Auch in Mittelhessen macht man sich da derzeit auf den Weg: Der Landkreis Gießen etwa hat fünf Dörfer für ein Digitalprojekt ausgewählt; Landrätin Anita Schneider hat dieser Tage erst im Interview mit dieser Zeitung dargelegt, welch hohen Stellenwert sie der zunehmenden Digitalisierung im ländlichen Raum beimisst. "Das wird unsere Zukunftsaufgabe sein!", plädiert sie dafür, mit derlei Angeboten Leben auf dem Dorf attraktiver zu machen.

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