Die Tanzsendung und die Nostalgie

  • vonPatrick Dehnhardt
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In diesem Jahr läuft einmal mehr auf RTL die Tanzshow »Let’s dance«. Dabei lassen sich mehr oder minder Prominente von professionellen Tänzern in die Welt des Tanzsports einführen, wagen sich an Wiener Walzer, Jive und Rumba heran. 2021 ist Mickie Krause mit dabei. Das weckt vor allen Dingen in Nonnenroth nostalgische Erinnerungen.

2019 war es, als der Feuerwehrverein den Kreisfeuerwehrtag ausrichtete und der Sportverein SV Nonnenroth 50-jähriges Bestehen feierte. Im großen Festzelt standen nicht nur die »Amigos« aus dem Nachbardorf Villingen, sondern auch zahlreiche weitere Größen der Musikwelt auf der Bühne - darunter Mickie Krause. Wenige Minuten vor seinem Auftritt kam er angerauscht - vermutlich hatte er an diesem Abend vorher noch woanders einen Auftritt. In Nonnenroth wechselte er kurz ein paar Worte mit Bernd und Karlheinz Ulrich, dann ging es schon hinauf auf die Bühne. Als Vollprofi brauchte er nur wenige Sekunden, um das Festzelt in Extase zu versetzen. Tausende Menschen schunkelten und tanzten dich an dicht, reckten die Arme in die Höhe oder lagen sich in selbigen. Für die Tänze hätte es vermutlich von Let’s-Dance-Juror Joachim Llambi null Punkte gegeben - doch sie waren ein Zeichen der Lebensfreude. Wenige Augenblicke nach seinem Auftritt verschwand Mickie Krause wieder in der lauen Sommernacht.

Anderthalb Jahre später wirkt so etwas wie eine Erzählung von einer weit entfernten Zeit: Tausende Besucher, die gemeinsam feiern - das ist derzeit nicht möglich. Die Kreisfeuerwehrtage 2020 in Queckborn und 2021 in Laubach wurden abgesagt, die meisten Jubiläumsfeste auf das Jahr 2022 verschoben - in der Hoffnung, dass dann wieder mehr möglich ist. Und Mickie Krause? Statt mit tausenden Feierwütigen tanzte er am Freitagabend allein mit Profitänzerin Malika Dzumaev eine Rumba zu »Your song« von Elton John. Trotz seiner attraktiven Tanzpartnerin dürfte er dennoch solche Auftritte wie in Nonnenroth vermissen - genauso wie die Nonnenröther, die die rauschenden Festnächte in bester Erinnerung haben. pad/FOTO: PAD

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