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Vertreter des Kreisvorstands mit (vorne, v. l.) Martin Kauer, Ulrich Schwalm, Uwe Bierhenkel, Jörg Dechert; (hinten, v. l.) Markus Freund, Carolin Engels-Asaad.

»Die Basis« im Kreis aktiv

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Gießen (pm/so). Die Basisdemokratische Partei Deutschland (kurz »dieBasis«) ist jetzt im Kreis Gießen mit 30 Mitgliedern vertreten. 13 Mitglieder der im Juli 2020 gegründeten Partei trafen sich kürzlich, um einen Verband für Stadt und Landkreis Gießen zu gründen. Gewählt wurde eine Doppelspitze mit Penelope Frings (Biebertal) und Uwe Bierhenkel (Wettenberg).

Kontrolle von Machtstrukturen

Die neue Partei stelle sich selbst und der gesamten Gesellschaft den Anspruch, eine Wertegemeinschaft zu sein und Politik basisdemokratisch mitzugestalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Man halte die bisherige Übereinkunft, gewählten Volksvertretern für vier Jahre uneingeschränkte Handlungsvollmacht zu erteilen, für nicht ausreichend. Die »Basis« stehe für mehr Transparenz, Bürgernähe sowie Bürgerentscheide in der Politik. Die technischen Werkzeuge dazu seien im digitalen Zeitalter längst vorhanden und erprobt. Ferner gehe es der »Basis« um die Begrenzung und Kontrolle von Macht und Machtstrukturen. Die Versammlung diskutierte anlässlich der Gründung die »vier Säulen«, die die Werte der neuen Partei symbolisieren: Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz.

Zu Gast waren neben Vertretern der Nachbarkreise Marburg und Lahn-Dill drei Mitglieder des hessischen Landesvorstands, Carolin Engels-Asaad, Markus Freund und als Versammlungsleiter der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Schapner.

Der weitere Vorstand im Gießener Kreisverband: Schatzmeister ist Ulrich Schwalm (Lollar), »Säulenbeauftragter« Laurens Kehl (Laubach). Die vier Beisitzer sind Marlene Dort, Jörg Dechert (beide Pohlheim), Robert Raschke aus Biebertal sowie Martin Kauer aus Buseck.

Die Partei ist zur Landtagswahl in Baden-Württemberg angetreten und kam dort auf 1 Prozent. Auch zur Bundestagswahl am 26. September will die »Basis« antreten.

Die Partei ist laut Wikipedia im Zusammenhang der Protestbewegung 2020 gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entstanden. Sie sieht sich, so das Online-Lexikon, dem Vorwurf ausgesetzt, in ihren Reihen »Anhänger von Verschwörungstheorien, Virus-Leugner, Extremisten« zu haben. Dem widerspricht die Bundespartei.

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