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Die Altarbibel in Fellingshausen und die Widmung der Kaiserin

  • vonVolker Mattern
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Im April vor 100 Jahren starb die letzte deutsche Kaiserin und Königin von Preußen. Verewigt hat sich Auguste Viktoria in der evangelischen Kirche in Fellingshausen. Dort gehört eine alte Altarbibel zu den wertvollen Besonderheiten des Gotteshauses. Diese prachtvolle Bibel mit Goldschnitt wurde von der Monarchin gestiftet.

Anlass war die Einweihung des Neubaus der Kirche. Die Ehefrau von Wilhelm II. schrieb eine Widmung in die Bibel: “Der evangelischen Kirche in Fellingshausen zur Einweihung am 15. Febr. 1900„. Zur Widmung gehört der Verweis auf die Bibelstelle im Neuen Testament, 1. Petrus 5, 1: “All eure Sorgen werfet auf ihn. Denn er sorgt für euch„. Unterzeichnet, Auguste Viktoria i. R. (Imperatrix Regina = Kaiserin und Königin). Auguste Viktoria galt als fromme Kaiserin. Beispielsweise engagierte sie sich für 140 karitative Einrichtungen und gründete die evangelische Frauenhilfe.

Im Rahmen des Fellingshäuser Brunnenfestes vor vier Jahren fand in der Kirche eine Bibelausstellung statt, vorbereitet, arrangiert und begleitet von Prof. Gerhard Augst und dem damaligen Gemeindepädagogen Christoph Schäufler. Die Ausstellung erinnerte an den großen Reformator und Bibelübersetzer Martin Luther. Mit Gründung des Deutschen Reiches 1871 ging zunehmend der Wunsch aller evangelisch-lutherischen Landeskirchen einher, eine einheitliche Bibel im deutschen Sprachraum zu haben. Sie erschien nach vielen Konferenzen im Jahre 1892. Die von der Kaiserin signierte Fellingshäuser Altarbibel entspricht genau diesem Text. m/FOTOS: M, ARCHIV

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