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Die "deutsche Nachtigall" und der Besuch vor 50 Jahren

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Die "schwedische Nachtigall" Jenny Lind kennt man spätestens seit dem Film "Greatest Showmen". Wobei dabei unerwähnt bleibt, dass sich der Dichter Hans Christian Andersen unglücklich in sie verliebte.

Doch auch Deutschland hatte seine Nachtigall: Erna Sack. Am 6. Februar 1898 geboren, durchlief sie eine Gesangsausbildung in Prag und Berlin. Bald errang die Sopranistin Weltruhm, ging auf Nordamerika-Tournee, trat in Mailand, Paris und London auf. Während des Zweiten Weltkriegs sang sie vor allen Dingen in Schweden, der Schweiz und der Türkei. Ab 1947 ging sie dann auf Welttournee: Südafrika, Südamerika, Australien, Heuchelheim. Heuchelheim?

Ja. Diese Zeitung berichtete am 7. August 1950: "In der gestrigen Mittagsstunde traf die weltberühmte ›deutsche Nachtigall‹ Erna Sack nach vierjähriger Auslandstournee in Heuchelheim, der Heimat ihres Mannes Hermann Sack, ein." Dieses Ereignis wollten viele Heuchelheimer nicht verpassen, der "Liederkranz" sang ein Begrüßungsständchen.

Trotz vollem Tourneeplans versprach Erna Sack, ein Konzert in der Heuchelheimer Turnhalle zu geben - unter der Bedingung, dass der Männerchor mit ihr auftreten würde. Tatsächlich fand dieses Konzert später statt - mit über 1000 Besuchern restlos ausverkauft. Heute erinnert eine eigene Straße in Heuchelheim an die berühmte Sängerin. bf/FOTO: STEINHART

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