Autobahnpolizei

Deutlicher Rückgang der Unfälle

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Gießen (bf). Polizeipräsident Bernd Paul hat in dieser Woche die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2020 vorgestellt. Neben den Zahlen für den Landkreis (die GAZ berichtete) gehören dazu auch die für die Polizeiautobahnstation Mittelhessen. Die Statistik für die durch den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen führenden Autobahnen ist nicht nach Kreisen aufgeschlüsselt, sondern betrifft die gesamte Region.

Im Jahr 2020 wurden auf den mittelhessischen Autobahnen 1955 Verkehrsunfälle aufgenommen, das sind 27,24 Prozent weniger als im Vorjahr. Gestiegen ist die Zahl der Unfalltoten von drei (2019) auf zuletzt sechs. 62 Personen wurden schwer verletzt (2019: 97). Hauptunfallursachen sind Geschwindigkeit (564), Überholen (461) und Abstand (334).

So wurden bei der Geschwindigkeitsüberwachung mittels technischem Gerät im vergangenen Jahr 90 246 (2019: 105 680) Verstöße registriert. Diese führten zu 52 449 (2019: 99 338) Anzeigen im Bußgeldbereich mit 4320 (2019: 4455) Fahrverboten.

Die Überwachung des Abstands auf vorausfahrende Fahrzeuge führte zu 2145 (2019: 2422) Anzeigen, für die Bußgelder in Höhe von rund 180 000 Euro (2019: 203 300 Euro) und 2403 Punkte (2019: 2242) in der Verkehrssünderkartei in Flensburg sowie Fahrverbote von insgesamt zwölf Jahren und neun Monaten vorgesehen sind.

Bei Baustellenunfällen ist ein Rückgang auf 407 Unfälle zu verzeichnen. Da noch mehr als zwei Drittel der 22 Talbrücken im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Mittelhessen saniert werden müssen, ist bei Bauzeiten von jeweils mehreren Jahren zu erwarten, dass der Anteil dieser Baustellenunfälle in den kommenden Jahren konstant hoch bleibt.

Weiterhin überproportional am Unfallgeschehen beteiligt waren die Lkw-Fahrer. Bei einem Anteil am Verkehrsaufkommen von rund 13 Prozent waren sie bei 41,43 Prozent (2019: 39,86) aller Unfälle dabei. Wenn Lastwagen beteiligt waren, waren die Fahrer auch mit 76,17 Prozent (2019: 74,27) (Mit-)Verursacher. Daher sieht die Polizeiautobahnstation in der Kontrolle des Lkw-Verkehrs einen ihrer Arbeitsschwerpunkte in diesem Jahr.

Bleibt noch die Korrektur einer Zahl im Bericht über die Unfallstatistik für den Landkreis Gießen. Im Kreisgebiet starb im letzten Jahr alle 46 Tage ein Mensch durch einen Verkehrsunfall. Die im Text versehentlich genannte Zahl von neun Tagen bezieht sich auf den Bereich des gesamten Polizeipräsidiums. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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