Der Umschlag und der Sittenverfall

  • Rüdiger Soßdorf
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Das ist schon schäbig: Da wird eine Tüte für den Zeitungsträger mit bester Absicht an den Briefkasten gehängt - und schwups: Einfach geklaut. So jedenfalls hat es sich dieser Tage in einem Dorf nahe Gießen zugetragen. Eine Zeitungsabonnentin hatte einen Umschlag an den Eingang gehängt, adressiert an den Zeitungszusteller. Als der Mann in den frühen Morgenstunden die »Gießener Allgemeine« in den Kasten schob und eine mit einem Hinweis auf den gewünschten Empfänger (»Gießener Allgemeine«) versehene Plastiktüte sah, da staunte er nicht schlecht:

Ein Umschlag in der Tüte war offensichtlich schon geöffnet worden. Und darin befand sich Wahlwerbung für eine Partei. Was auch immer sonst darin hätte sein sollen - es war weg.

Wobei davon immer wieder zu hören ist: Wenn etwa zur Jahreswende Umschläge mit einem kleinen Dankeschön an die Müllwerker, den Briefträger, den Brötchen-Express oder eben auch die Zeitungsausträger rausgehängt werden, dann lockt das Langfinger an. O tempora, o mores! so

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