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Der Maler, Elvis und der BMW

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Wow - was für ein Auto! Und was für eine Geschichte! Den legendären BMW 507 und den King of Rock’n’Roll, Elvis Presley, verbinden zwei gemeinsame Jahre. Und die werden jetzt wieder in der Motorworld, dem Museum des bayerischen Autobauers im Münchner Stadtteil Freimann, erzählt.

Dort, in den denkmalgeschützten Hallen eines ehemaligen Bahnausbesserungswerks, ist der Wagen seit Ende Mai wieder zu sehen.

Einer, den diese Nachricht geradezu elektrisierte, ist der Maler Georg Baumhakl. Seit jeher von gleichermaßen eleganten wie sportlichen Automobilen fasziniert, hat der Künstler aus Heuchelheim bereits 2017 die Verbindung des »King« und des filigranen Cabriolets nachempfunden.

Elvis hatte den Wagen während seiner Militärzeit in Deutschland im Jahr 1958 bei einem Frankfurter Autohaus gekauft - seinerzeit übrigens schon aus prominentem Vorbesitz: Kein Geringerer als die Rennfahrerlegende Hans Stuck hatte mit dem BMW mit 3,2L-V8 und 150 PS etliche Bergrennen bestritten.

Bereits zwei Jahre später, nach seiner Rückkehr in die USA, verkaufte Elvis den BMW, der danach durch mehrere Hände ging und Umbauten erlebte. Zuletzt war er in Kalifornien eingelagert und diente seinem Besitzer, einem Luftfahrtingenieur im Ruhestand, als Teilespender.

Im Laufe der Jahre wechselte der 507 mehrfach die Farbe: Von Weiß schon zu Elvis’ Zeiten auf Rot, später Schwarz, dann wieder Rot. Heute präsentiert sich der 507 in edel-pastelligem Weiß wie zu Zeiten der Auslieferung. Zwischen 2014 und 2016 erfolgte die aufwendige Restaurierung bei der BMW-Group Classic.

Von Baumhakl ist übrigens auch zu erfahren, warum Elvis den Wagen seinerzeit von Weiß auf Rot umspritzen ließ: Der King soll davon genervt gewesen sein, dass weibliche Fans immer wieder Liebesschwüre mit Lippenstift auf den Lack pinselten, wenn der Wagen irgendwo in Bad Nauheim parkte… so/FOTO: PM

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