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Das Märchenschloss für Meister Adebar und die Untertanen in Hungen

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Das Hungener Schloss hat eine märchenhafte Ausstrahlung. Auf seinen Mauern logierte in früheren Zeiten auch der sagenumwobene Meister Adebar und sorgte für allerhand Nachwuchs bei sich selbst und seinen “Hungener Untertanen„. Sein vermeintliches Wirken für reichlich Nachwuchs führte den “Klapperstorch„ 1968 letztmalig nach Hungen.

Das Trockenlegen, Austrocknen und Umbrechen von Wiesen sowie die Verfüllung und Bebauung von Auenflächen im kernstädtischen Überschwemmungsbereich des “Grassees„, entwertete einen Großteil seines angestammten Lebens- und Nahrungsbereiches.

Mit der Schaffung und Wiederherstellung von Lebensräumen in den Auen der Horloff und ihrer Nebengewässer sowie dem Angebot von Artenschutz-Nisthilfen durch die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, den Naturschutzbund sowie den amtlichen Naturschutz hat sich der Weißstorch nach seinem Aussterben seitdem wieder mit bis zu 15 Brutpaaren im Hungener Gemeindebereich etablieren können. Ein Erfolg war auch die Ansiedlung eines Weißstorch-Pärchens 2018, das sich nach 50 Jahren Abwesenheit in der “Hubbach„ nördlich Hungens auf einem vom NABU Horlofftal, der OVAG und dem Regierungspräsidium Gießen errichteten Brutmast niederließ und dort seitdem wieder seine Jungen aufzieht. Vor einiger Zeit wurde die Initiative ergriffen, den Weißstorch ebenfalls wieder auf seinem historischen Brutplatz auf der Spitze des Vierlingsturms des Hungener Schlosses zu etablieren.

In Zusammenarbeit des NABU Horlofftal mit der Schlosseigentümergemeinschaft und durch Förderung des RP konnte dieses Ansinnen vor Kurzem durch die Firmen Kammer Montagebau und Bender Bedachungen in die Realität umgesetzt werden.

Allen Beteiligten galt der Dank von NABU-Vorstandssprecher Stephan Kannwischer, besonders aber dem Artenschutz-Dezernat des Regierungspräsidiums. Es hat das naturschutzfachlich sinnvolle Projekt durch finanzielle Förderung aus Biodiversitätsmitteln des Landes Hessen erst möglich gemacht, so Kannwischer. pm/FOTO: PM

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