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Vertreter der geförderten Initiativen, Kommunen und Vereine freuen sic h über die Zuschüsse.

Das Geld kommt unten an

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Gießen (so). Mobile Kelter für Großen-Linden, ein Lastenrad für Salzböden, Bienenweiden an den Kirchen unter anderem in Daubringen und Treis, ein Bürgertreff in Allendorf/Lumda oder ein generalüberholter Platz für Beachhandball und Beachvolleyball in Langgöns. Diese und weitere Projekte werden aktuell mit EU-Mitteln gefördert. Über 115 000 Euro aus dem Regionalbudget dürfen sich immerhin 21 Initiativen und Vereine sowie auch Kommunen und Privatleute aus dem Gießener Land freuen.

»Die Entwicklung im ländlichen Raum muss weiter nach vorn gehen«, unterstreicht Kult Hillgärtner (Rabenau) als Vorsitzender des Vereins »Region Gießener Land«. Und wirbt schon jetzt für die neue Förderperiode 2022 bis 2027. Denn auch da will der Landkreis Gießen wieder als LEADER-Region anerkannt werden.

Gefördert werden Projekte mit bis zu 20 000 Euro respektive bis maximal zu 80 Prozent der Gesamtkosten, erläutert Regionalmanagerin Anette Kurth. Von Vorteil zudem: Die Zuschüsse sind mit relativ wenig Aufwand zu beantragen.

Angesichts der Vielzahl von Bewerbungen - aktuell waren es 60 - ist es nicht leicht, die Projekte auszuwählen, erinnert Dirk Haas (Buseck) als Mitglied der Lenkungsgruppe im Kreis Gießen. Schließlich gelte es immer wieder, nach neuen und innovativen Ideen zu schauen. Oberstes Ziel: Möglichst gleiche Chancen und Lebensbedingungen für alle Menschen auch im ländlichen Raum im Kreis Gießen. Das Spektrum der geförderten Ideen ist breit: Jugend, Kultur, Ehrenamt, der Erhalt der Streuobstwiesen, digitale Angebote, Naturschutz und Mobilitätsprojekte. Dabei sind die überaus aktiven Vereine wahrlich gute Partner, sparten Hillgärtner und Haas nicht mit Lob. Von diesen gingen zwei Drittel der Initiativen aus.

Und man hofft, in der Neuauflage ab dem kommenden Jahr wieder mehr Mittel zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dieses Jahr sind es etwa 115 000 Euro. Vergangenes Jahr waren noch rund 200 000 Euro im Topf.

Die aktuellen Projekte:

Allendorf/Lumda : Der Heimat- und Verkehrsverein schafft in der sanierten Remise den Bürgertreff »Allendorfer Altstadt« für Gruppen und Vereine und bietet dort einen Mittagstisch für Senioren und Alleinstehende an.

Fernwald: Mit einem Mähwerk für ein Kaltblütergespann können von Walter Damasky Grünlandflächen naturschutzfachlich hochwertig gepflegt werden.

Grünberg: Mit zwei Sternenzelten will die Stadt am Diebs-turm Künstlern und Publikum einen wetterfesten Unterstand bei kulturellen Veranstaltungen bieten.

Hungen: Der TSV Bellersheim erweitert sein Sportheim zur »Dörflichen Begegnungsstätte«.

Hungen: Eine englische Telefonzelle soll das Angebot des Hungener Tauschlädchens ergänzen.

Langgöns: Der TSV richtet den Beachplatz für (Freizeit-) Sportler her und lädt am 4. September zum (bereits ausgebuchten) Eröffnungsturnier.

Lollar: In Salzböden steht in der alten Viehwaage ein Lastenrad für jedermann zur Verfügung.

Pohlheim: Am Kleinkastell nahe Holzheim soll die wassergebundene Wegeführung ab dem Limesradweg verbessert werden.

Rabenau: Im Heimatmuseum werden Räume renoviert und der Zugang zu den Toiletten optimiert.

In Kesselbach engagieren sich ehrenamtliche um Horst Margolf um die Pflege von Anlagen und Plätzen. Sie erhalten einen Traktorrasenmäher gefördert.

Der Festplatz in Londorf wird zum Dirt-Park von und für Jugendliche umgestaltet.

Reiskirchen: Der Karnevalverein erhält i-Pads und Beamer für das Trainieren und Lernen mit Hilfe von digitaler Technik.

Staufenberg/Lich: Die Kirchengemeinden legen in Daubringen, Treis und Lich Blühwiesen an, die Bienen und anderen Insekten dienen.

Langgöns: Blasorchester und Spielmannszug bauen den Zeltplatz mit Spielgeräten und Sitzgelegenheiten weiter aus.

Lich: Der Förderverein der Dietrich-Bonhoeffer-Schule schafft einen digitalen Arbeitsplatz für Elternarbeit.

Linden: Michael Cavael betreibt eine mobile Kleinkelter, um sich so für Pflege und Erhalt der Streuobstwiesen einzusetzen,.

Landkreis Gießen: Zwei Obstauflesemaschinen sollen helfen, die Obstverwertung von Streuobstwiesen zu verbessern.

Lollar: Die Feuerwehr Lollar erhält einen Feuerlöschtrainer für ihre Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit.

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