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Dankbare Holzheimerin klebt Zettelchen an Ladentür

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Oft merkt man erst, wenn man in Not ist, was man an einem Heimatdorf mit einer vernünftigen Nahversorgung hat. Vor allem dann, wenn es um alltägliche Dinge ging, war bis vor Kurzem für ein Schnäppchen und ein paar Cent weniger kein Weg zu weit. Dass heute die mit einem "Laden um die Ecke" in einer glücklichen Lage sind, schätzen in Pandemie-Zeiten mit vielen Einschränkungen im persönlichen Leben auch die Menschen in Holzheim. Und so erlebt Susanne Fuchs seit Tagen einen ungeahnten Zuspruch. "Liebe Susanne, schön, dass es dich gibt!!!": Einen Zettel mit diesem Dankeschön hat eine Kundin an die Scheibe ihres kleinen Lebensmittelladens geklebt. "Da musste ich schon ein paar Tränen verdrücken", sagt die Betreiberin von "Susis Sorglos Dorfladen" und ist dabei immer noch emotional hörbar berührt. Sie hat ihr Geschäft nur noch von 8 bis 12 Uhr geöffnet, weil ihr Bringservice in Corona-Zeiten immer mehr nachgefragt wird. Nachmittags ist Susanne Fuchs voll beschäftigt mit der Auslieferung der Bestellungen.

Engpässe in der Belieferung hat es bei ihr bisher, außer wie überall bei Toilettenpapier und Hygienetüchern, noch nicht gegeben. "Alles ist in haushaltsüblichen Mengen vorhanden." Dennoch hat sie Hamsterkäufe erlebt. Einige Leute hätten die kleinen Läden im Kreisgebiet systematisch nach Toilettenpapier abgesucht. Das habe eine Kundin gleich zugegeben.

Und dann erzählt Susanne Fuchs noch von einem besonderen Gespräch, bei dem eine ältere Dame geweint hat. Längst verdrängte "Kriegsgefühle" von damaligen Mangelzeiten seien bei ihr wieder aufgekommen, sagte die Frau.rge/FOTO: RGE

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