Die Betreiber der Fitnessstudios im Kreis spüren deutlich die grassierende Angst vor dem Coronavirus. Viele Mitglieder bleiben in diesen Tagen lieber zu Hause. 
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Die Betreiber der Fitnessstudios im Kreis spüren deutlich die grassierende Angst vor dem Coronavirus. Viele Mitglieder bleiben in diesen Tagen lieber zu Hause. 

Corona im Fitnessstudio

Coronavirus: So reagieren die großen Sportbetriebe im Kreis darauf

  • vonRedaktion
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Viele Mitglieder des Aktivita in Heuchelheim bleiben gerade lieber zu Hause und auch im Lindener Sportpark ist es ähnlich. Wie gehen die Betreiber mit der Coronavirus-Situation um?

Normalerweise, sagt Felix Opper "ist hier im Januar und Februar die Hölle los." Aber was ist in der mitunter hysterisch wirkenden Gemengelage dieser Tagen schon normal? Opper ist Geschäftsführer des Fitnessstudio Aktivita in Heuchelheim. Wenn er den momentanen Zulauf mit jenem im Vorjahr vergleicht, dann wird eines schnell offensichtlich: Viele Mitglieder seines Studios bleiben zur Zeit lieber zu Hause als Hanteln zu stemmen oder sich auf dem Ergometer zu trimmen. Zwei Vertragsrücktritte sind ihm gar schon auf den Tisch geflatert.

Die Situation in Heuchelheim steht exemplarisch für viele Fitnessstudios, Sport- und Freizeitanlagen im Kreis. Das Coronavirus bestimmt vielerorts den Alltag. Das mag manch einer übertrieben finden. Doch gerade dort, wo Geräte im Minutentakt von immer anderen benutzt werden und die Nasszellen allen zur Verfügung stehen, ist die Verunsicherung verständlich.

Coronavirus: Pandemieplan im Lindener Sportpark

Im Lindener Sportpark arbeiten die Verantwortlichen momentan gar an einem Pandemieplan. Es sind die üblichen Empfehlungen zur richtigen Hust- und Niesetikette und natürlich der immer wiederkehrende Hinweis, die Hände gründlich zu waschen. "Priorität hat es, die eigenen Mitarbeiter zu schützen" sagt Pressebeauftragte Juliane Kolb. "Aber laufen muss der Betrieb trotzdem." Bloß wie, wenn nur noch wenige kommen?

Einer der Trainer berichtet von Mitgliedern, die vorsichtshalber ihre Termine abgesagt hätten. "Es ist einfach eine seltsame Situation", sagt er. Im Geräteparcours desinfiziert er gerade sämtliche Griffe, anschließend sind die Hanteln dran. Jenes Prozedere geschieht in diesen Tagen alle zwei bis drei Stunden, erzählt er. Doch es ist nicht nur das Studio, auch im angeschlossenen Restaurant sind kaum Tische besetzt.

Im Aktivita in Heuchelheim prangt ein Plakat an den Wänden. "Lächeln, kein Händeschütteln", heißt es darauf. Überall sind zusätzliche Desinfektionsmittelspender angebracht worden. Hygiene sei das A und O, sagen so ziemlich alle befragten Fitnessstudiobetreiber. Vorsicht sei wichtig, Angst aber nicht nötig - das ist das allgemeine Credo.

Coronavirus: Angst im Trampolinpark Jump’n Fly in Linden zu spüren

Erste Auswirkungen der grassierenden Coronavirus-Angst sind auch im Trampolinpark Jump’n Fly in Linden zu spüren. Noch aber seien Absagen Einzelfälle, erklärt Geschäftsführer Daniel Wüstenkamp: "Insgesamt gehen die Leute doch recht rational mit dem Thema um."

Es mag erstaunen, doch auch die Mitarbeiter des Pohlheimer Hallenbades sehen die Situation pragmatisch. Man könne die Angst der Menschen zwar verstehen, immerhin tummeln sich täglich etliche im gleichen Becken, viel machen aber könne man nicht.

"Wir behalten unserer normalen Hygienestandards bei" erläutert ein Mitarbeiter. Immerhin sind bislang die Besucherzahlen noch nicht rückläufig. Die Betonung, das fügt er an, liegt allerdings auf "noch".

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