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Wie viel Abstand im Supermarkt zu halten ist, das hat nun der Landkreis geregelt Foto: Geck

Mindestabstand

Coronavirus: Kreis Gießen stellt verbindliche Regeln für Supermärkte auf

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Im Landkreis Gießen gelten ab Mittwoch neue Abstands- und Hygieneregeln in allen Supermärkten, Apotheken, Banken und Tankstellen. Auch der Teilnehmerkreis von Trauerfeiern ist neu geregelt.

Der Landkreis Gießen erlässt eine weitere Allgemeinverfügung zum Schutz der Bevölkerung vor dem ansteckenden Coronavirus. Die Verfügung tritt am Mittwoch, 25. März, in Kraft und gilt bis zum 19. April. Sie betrifft zum einen Abstands- und Hygieneregeln für Geschäfte und konkretisiert zum anderen den Teilnehmerkreis von Trauerfeiern.

Die Allgemeinverfügung begrenzt unter anderem die Zahl der Personen, die sich in Läden zum Einkauf aufhalten darf. Sie gilt für Lebensmittelmärkte, aber auch Apotheken, Banken und Tankstellen. Neben dem Personal darf sich auf 20 Quadratmetern Geschäftsraum nur maximal eine Person aufhalten.

Kunden müssen Einkaufswagen nehmen, sofern solche zur Verfügung stehen. Zwischen Personen in Geschäften und in Warteschlangen davor ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Der gleiche Mindestabstand gilt zwischen den einzelnen Kassen, solange keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind. Betreiber müssen sicherstellen, dass Türgriffe und Griffe von Einkaufswagen mehrfach täglich gereinigt werden. Ebenfalls mehrmals täglich soll, wo möglich, gelüftet werden. Personen mit Atemwegserkrankungen dürfen die Einrichtung nicht betreten.

Corona Gießen: Keine Regeln gegen Hamsterkäufe

"Wir haben darauf verzichtet, Regelungen gegen Hamsterkäufe zu erlassen", sagt Landrätin Anita Schneider. "Dafür gibt uns das Infektionsschutzgesetzgesetz keine Grundlage." Trotzdem appellieren sie und Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock, mit Maß einzukaufen. "Die Versorgung mit allen Dingen des täglichen Lebens ist sichergestellt. Wer anderen Menschen die Waren wegkauft, verhält sich nicht sozial."

Zur neuen Allgemeinverfügung sagt Landrätin Schneider: "Mit den Abstands- und Hygieneregeln in Geschäften soll das Ansteckungsrisiko während der notwendigen Besorgungen reduziert werden. Zugleich gibt sie Betreibern von Geschäften Sicherheit, was zu beachten ist."

Trauerfeiern in Corona-Krise: Höchstens 15 Familienangehörige

In der neuen Allgemeinverfügung definiert der Landkreis auch den Teilnehmerkreis für Trauerfeiern und Bestattungen. An Trauerfeierlichkeiten darf der engste Familienkreis teilnehmen. Damit gemeint sind lediglich die Ehepartner, Lebenspartner oder sonstige Lebensgefährten sowie die Verwandten der Verstorbenen bis zum zweiten Grad. Dazu zählen Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel und Geschwister. Die Anzahl der Familienangehörigen ist auf 15 Personen begrenzt.

Alle Veranstaltungen müssen unter freiem Himmel stattfinden und die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zu notieren. Die Anwesenden müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Personen mit Atemwegserkrankungen dürfen nicht teilnehmen. Bestatter müssen sicherstellen, dass die Auflagen eingehalten werden.

Es sei wichtig, dass Verstorbene trotz der aktuellen Situation eine möglichst würdevolle Bestattung und Trauerfeier erhalten, betonen Landrätin Schneider und Gesundheitsdezernent Stock. Auch in diesen herausfordernden Zeiten sollten die engsten Angehörigen die Möglichkeit haben, sich von ihren geliebten Menschen zu verabschieden.

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