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Zwölfmal wurden bisher Patienten aufgrund ihrer Krankheit früher geimpft, obwohl sie nicht zur ersten Priorität zählen. DPA

Termin vorgezogen

Corona-Impfung im Landkreis Gießen: In 15 Härtefällen entschieden

  • vonStefan Schaal
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Wer nicht zur ersten Priorität zählt, aber eine schwere Krankheit hat, kann sich als Härtefall früher gegen Corona impfen lassen – wenn die Behörden zustimmen.

Gießen – Wer glaubt, aus gesundheitlichen Gründen früher als vorgesehen einen Anspruch auf eine Corona-Impfung zu haben, kann dies über seinen Hausarzt beantragen oder sich beim Gesundheitsamt des Landkreises melden.

Renate Braun, die ärztliche Leiterin des Impfzentrums in Heuchelheim, hat in derartigen Fragen seit 20. Januar bisher über 15 Härtefälle entschieden. »Wir haben in zwölf Fällen eine Impfung zugelassen, dreimal mussten wir sie ablehnen«, berichtete Braun.

Landkreis Gießen: Corona-Impfungen mit Hausarzt abgestimmt

So wandten sich Patienten unter 80 Jahren, die nicht zur Gruppe der ersten Priorität gehören, beispielsweise mit schwerer Lungenfibrose und Multipler Sklerose an Braun. Bei den Entscheidungen über eine vorgezogene Impfung gebe es kein standardisiertes Verfahren, betonte die Ärztin. In mehreren Fällen konsultiere sie den jeweiligen Hausarzt und treffe jede Entscheidung individuell. Es hänge immer von der Ausprägung der Erkrankung ab. Die gesundheitliche Situation der Lunge stehe im Vordergrund.

Der Vorsitzende des Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderung, Sven Germann, rief die Kreisverwaltung auf, die Härtefallregelung bekannter zu machen. (srs)

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