+

Der Busecker Pfarrer und der ganz spezielle Oldtimer

  • vonSiglinde Wagner
    schließen

Ein Mann und ein Hirsch als ein "diamantenes Paar"? Wo gibt es denn so etwas?

Nun, der Mann heißt Paulfried Spies, sein Fahrrad nennt er liebevoll "mein Hirsch". Das Rad hat ihm sein Vater vor 60 Jahren gekauft. "Es war damals das Beste und Teuerste, obwohl mein Vater ansonsten ziemlich knausrig war", erinnert sich Spies. Dank "Mike-Bike", der den Drahtesel immer wieder flottmacht, ist der langjährige Gemeindepfarrer von Großen-Buseck immer noch auf seinem alten "Hirsch" unterwegs.

Anfang des Jahres war die Gabel gebrochen, da dachte Spies zunächst: "Nun trennen sich unsere Wege." Aber der Fahrrad-Flüsterer meinte bloß: "Keine Panik, das kriege ich hin." Nun kann Spies nach einer Oberschenkeloperation wieder größere Ausflüge unternehmen.

Die Pläne für künftige Ausflüge sind bereits geschmiedet. Im Mai möchte Spies - wie schon in den vergangenen zwei Jahrzehnten - seine alljährliche Fahrradtour zum Hoherodskopf unternehmen.

Mit seinem Rad war Paulfried Spies bereits in ganz Deutschland unterwegs. Bei Wind und Wetter hat es ihn zu seiner Arbeitsstelle gebracht, anfangs als Auszubildenden bei der Post in Siegen/Westfalen, zum Ende seiner beruflichen Laufbahn als Seelsorger zur Vitos-Klinik nach Gießen.

Spies erinnert sich: "Einmal hat sich jemand am Schloss meines Oldtimers versucht. Das war nicht in Buseck." Und dann unterstreicht er: "Hier im Dorf musste ich das Fahrrad nie abschließen. Da wusste jeder, das gehört dem Pfarrer, und der stattet den Leuten da im Haus gerade einen Besuch ab." siw/Foto: siw

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare