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An der Gesamtschule in Buseck nehmen Jugendliche im Rahmen eines Wahlpflichtkurses am Projekt »I am MINT« teil.

Zwischen Nähmaschinen und Elektronenmikroskop

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Buseck (pm). Wie sieht das Auge einer Stechmücke unter dem Elektronenmikroskop aus? Was ist der binäre Code? In welchen Berufen kommt so etwas vor? Diesen und anderen naturwissenschaftlich-technischen und mathematischen Fragen sind die Schülerinnen und Schüler bei der Auftaktveranstaltung von »I am MINT« an der Integrierten Gesamtschule Busecker Tal nachgegangen.

Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses nehmen sie an dem Projekt teil, bei dem sie Einblicke in Berufe des MINT-Bereichs bekommen: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

Das Besondere bei »I am MINT« ist der direkte Kontakt zwischen Schülern und Auszubildenden der jeweiligen Berufe, den speziell ausgebildeten Azubi-Mentoren.

Aber wie lässt sich ein solches Projekt in Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen durchführen? Nino Frigani und Alexander Bork vom »I am MINT«-Projekt hatten dafür eine Auftaktveranstaltung im digitalen Format vorbereitet.

Einige Schüler befanden sich dabei in der Schule und nahmen in Präsenzform daran teil, die Schüler aus dem Distanzunterricht wurden von den Lehrern sowie Koordinator Sascha Ruhweza per Videoschalte hinzugezogen, ebenso die Projektcoaches selbst, die im Homeoffice oder im Unternehmen waren.

Praktische Experimente

»Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis des digitalen Projektauftakts und freuen uns auf die nächsten virtuellen Treffen, die dann live aus den Unternehmen mit den Azubi-Mentoren übertragen werden«, erklärten die Projektkoordinatoren Dirk Meckel und Alexander Bork. Lisa und Esra, zwei der insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler des Kurses, nannten nach der Veranstaltung das interaktive MINT-Quiz sowie die praktischen Experimente als ihre persönlichen Höhepunkte, »weil wir so ein Stück weit selber testen konnten, was unsere Fähigkeiten sind.«

»Um eine komplexe digitale Veranstaltung mit Präsenz- und Distanzschülern sowie externen Personen durchführen zu können, mussten wir mit fünf verschiedenen Hardwarekomponenten alle technischen Mittel in den Ring werfen, die wir haben, und dazu noch ein wenig kreativ werden«, erläuterte Ruhweza. »Da unser Nähraum der Unterrichtsraum mit der höchsten Internet-Bandbreite im Gebäude ist, haben wir die Veranstaltung zwischen Nähmaschinen und Bügelbrettern übertragen«, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Schulleiter Dieter Maier und Koordinatorin Brigitte Wagner zeigten sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Projektstart, weil das Projekt »eine hervorragende Möglichkeit bietet, Berufsorientierung und das Thema MINT auch in der aktuellen Situation in geeigneter Form den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen«, so Maier.

Das Projekt »I am MINT« wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds sowie mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, hier der Regionaldirektion Hessen. FOTO: PM

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