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Beate Klopp, Rita Mattern und Norbert Münch (v. l.) beim Abschlusslied »Macht’s goud ihr Leu«.

Zweisprachig aufgewachsen

  • VonSiglinde Wagner
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Buseck (siw). »Lebbe Ridda und Co.« - das ist in der Region ein Markenname für Lieder in Mundart. Der Erhalt der »Moddersproach« liegt Rita Mattern aus Beuern am Herzen. Ihre Lieder hat sie zumeist selbst geschrieben und komponiert.

Nichts eignet sich besser, als den Dialekt über die Musik am Leben zu erhalten, sagt sie. Damit lockte sie nun trotz kühler Temperaturen wieder viele aufmerksam lauschende Zuhörer in den Busecker Schlosspark. Auch ihre Mitstreiter Norbert Münch aus Großen-Buseck und Beate Klopp, seit bald 30 Jahren in Großen-Buseck, sind als Kinder sozusagen zweisprachig aufgewachsen und brachten die Mundartlieder authentisch herüber.

Aus Duo wurde nun Trio

Während Münch schon seit Jahren gemeinsam mit Mattern auftritt, ist Klopp erst jüngst bei einer Veranstaltung des Freundeskreises Anger 10 vor der Synagoge hinzugekommen. Ihr Solo »So a Wuonner« (»So a Wunder« von Nicki) war eine Uraufführung, gemeinsam mit Münch erfreute sie mit »Weit, weit fuat« (nach dem Original »Weit, weit weg« von Hubert von Goisern) und »Schnobbe un Houste« von Fäägmeel.

Ein bisschen Poesie streute Mattern zwischen den Liedbeiträgen mit Gedichten ein. Zu den Mammutbäumen im Schlosspark passte da ganz wunderbar »Habt Ehrfurcht vor dem Baum« von Alexander Freiherr von Humboldt. Auch Münch ist längst unter die Textschreiber gegangen. Gemäß seinem Solovortrag, ein Eigengewächs unter dem Titel »Nehmt mich mit«, hat er für ein paar Groschen Zirkusluft geschnuppert und sich als Mitreisender angeboten. Mit Gummitwist und Spagat würde er schließlich herausragende Programmpunkte beisteuern können.

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