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Zeitreise in der Rahberghalle

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Von: Siglinde Wagner

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LOGO und Martin Pfeiffer lassen alte Linus-Zeiten aufleben. © Siglinde Wagner

Buseck (siw). Endlich war es soweit: »Logo, Die Band« konnte ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der Rahberghalle Oppenrod feiern. Der zunächst für Ende März angesetzte Termin war aufgrund der Maskenpflicht kurzfristig abgesagt worden. Klassiker aus Deutsch-Rock und Pop - da wollen die Besucher Mitsingen. Aber mit Maske? Ein No-Go.

Nun wurde ausgelassen gefeiert, gesungen und in den ersten Reihen auch getanzt. Man quatschte, hörte zu, schnippte mit den Fingern und spendete der Band reichlich Applaus. LOGO das sind Michael Hahn (Gesang/Gitarre), Marc Hartel (Schlagzeug/Gesang), Markus Herzberger (Keyboard/Gesang) und Michael Faust (Bass), allesamt im besten Sinne »alte Hasen« auf den Bühnen der Region und darüber hinaus. »Tage wie diese« (Die Toten Hosen) und »Mein Ding« (Udo Lindenberg) zum Auftakt, da brauchte das Publikum kein Warm-up und ging gleich so richtig ab.

Wer Geburtstag feiert, lädt sich Gäste ein: Im zweiten Konzertblock legte LOGO verstärkt durch Martin »Schlappy« Pfeiffer, Gerhard »Schmied-Loaf« Schmied und Tim Potzas (Tess Wiley Band) noch eine Schippe drauf. Potzas begleitete bei »Sexy«, »Mit 18« und »Willenlos« auf der Steel-Guitar. »Ein Hammer-Instrument« meinte Michael Hahn. Recht hat er.

Schmied-Loaf, die »Röhre«, begeisterte bei »Faust auf Faust«, »1000-mal berührt« und gab unter den späteren Zugaben weit nach Mitternacht noch den »Pfefferminz-Prinz«.

Linus is back hieß es schließlich. Zu 80 Prozent war dies der Fall, als Martin Pfeiffer gemeinsam mit den LOGO’s auftrat und eigenes Repertoire aus Linus-Zeiten wie Engel Nr. 7 (»… sing’ heut ganz allein, denn Kollege Engel Nr. 8 macht gerade Wolkenführerschein«) und »Nur mit dir« interpretierte. Der Knaller-Song schlechthin war »Casablanca« (»… vielleicht wird’s wahr, ich fahr mit dir nach Casablanca. In Gedanken bin ich längst schon da«). Nostalgie lag nun in der Luft. Kein Mitsingen. Zuhören. In Erinnerungen schwelgen. Schließlich hatte sich die Band »Linus« schon vor 31 Jahren aufgelöst. In deren Folge war dann vom harten Kern, namentlich Michael Hahn und Marc Hartel, LOGO gegründet worden.

Die Musiker haben ihr Ziel erreicht: Sie wollten Stimmungsaufheller in »diesen Zeiten« sein. Das ist ihnen bestens gelungen. Für die Bewirtung hatte der Bürgerverein Oppenrod gesorgt.

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