Die Zeit drängt in Alten-Buseck

  • Rüdiger Soßdorf
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Buseck(so). Die Idee vom Gemeinschaftsprojekt Kita/Grundschule in Alten-Buseck hat sich vorerst erledigt, weil sich dafür in der Busecker Kommunalpolitik keine Mehrheit gefunden hat.

Gleichwohl muss der Landkreis Gießen als Schulträger sein Platzproblem an der Hofburgschule lösen. Derzeit noch zweizügig, wird die Schule ab dem Schuljahr 2022/23 dreizügig - es gibt absehbar mehr Kinder. Der Bedarf an Klassenzimmern wird auf wenigstens neun steigen. Zudem braucht es Fachräume und mehr Platz für die Betreuung. Schon heute wird an der Hofburgschule in der Mensa unterrichtet. Das Gebäude gilt jedoch als substanziell gut, sodass ein kompletter Neubau nicht infrage kommt. Jetzt stehen zwei Varianten zur Debatte. Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl hat die Mitglieder des Schulausschusses am Dienstag informiert, damit in den Fraktionen weiter beraten werden kann. Denn die Zeit drängt. Schließlich muss im kommenden Jahr bereits Geld bereitgestellt werden, wenn im Sommer 2022 zusätzlicher Schulraum bereitstehen soll.

Variante 1 ist ein Holzhaus mit einer Grundfläche von knapp 400 Quadratmetern. Dies bietet Raum für bis zu sechs Klassen respektive vier Klassenzimmer plus zwei Differenzierungsräume.

Je nach Ausbaustandard kostet ein solches Haus bis zu 600 000 Euro. Dass dies ordentlich funktioniert, hat sich in den vergangenen Jahren bereits gezeigt: Unter anderem in Heuchelheim und Grünberg waren solche Holzhäuser, in denen ehedem Flüchtlinge wohnten, für Schulzwecke genutzt worden.

Bis Sommer 2022 muss gebaut sein

Zum Auf- und Umbau eines solches Hauses kommen freilich noch die Kosten für das Grundstück hinzu. Gedacht ist daran, den in der Nähe der Schule liegenden Bolzplatz als Standort zu nutzen. Der wäre von der Gemeinde zu kaufen. Pachten kommt für den Kreis eher weniger infrage.

Wenn gebaut wird, dann normalerweise auf eigenem Grund und Boden. Zudem wäre bei diesem Modell noch die Verkehrsregelung zu klären, denn Schule und Bolzplatz werden von der Straße In den Gräben getrennt.

Und es wäre der Dialog mit den Anliegern zu führen. Da befürchtet der eine oder andere zusätzliche "Elterntaxis" in der Straße.

Variante 2 ist ein Anbau an das bestehende Schulgebäude. Das würde überschlägig 1,8 Millionen Euro kosten, zumal dann die Gelegenheit genutzt würde, einen Fahrstuhl einzubauen, um das Schulhaus barrierefrei zu machen.

Auch bei dieser Variante wäre es nötig, ein Grundstück in der Nachbarschaft anzukaufen. Diese Kosten kämen dann on top.

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